Dach, Simon: Einfältige Trost-Reimchen Als der ... Herr Michael Rurok/ Der Artzney Doctor und der ... Stadt Kneiphoff Königsberg ... Physicus. Königsberg, 1656.Wer pflegt der Raben junge Zucht Jn Nöhten zu ernehren? GOtt/ welchen alles Fleisch ersucht Jhm Speise zu gewehren. Seyd Jhr in einer frembden Stadt/ Lasst dißfals ab zu weinen: Wer seinen GOtt nur bey sich hat Hat überall die Seinen. So haltet seinem Rahtschluß still. Er hat in seinen Händen Der Menschen Hertz/ wohin Er wil Dahin kan er es wenden. Vnd wer ist Jhm an Kräfften gleich? Springt Er zu Ewren Sachen/ So wird Er Freund' aus Steinen Euch Vnd Ewren Söhnen machen. Wer pflegt der Raben junge Zucht Jn Noͤhten zu ernehren? GOtt/ welchen alles Fleiſch erſucht Jhm Speiſe zu gewehren. Seyd Jhr in einer frembden Stadt/ Laſſt dißfals ab zu weinen: Wer ſeinen GOtt nur bey ſich hat Hat uͤberall die Seinen. So haltet ſeinem Rahtſchluß ſtill. Er hat in ſeinen Haͤnden Der Menſchen Hertz/ wohin Er wil Dahin kan er es wenden. Vnd wer iſt Jhm an Kraͤfften gleich? Springt Er zu Ewren Sachen/ So wird Er Freund' aus Steinen Euch Vnd Ewren Soͤhnen machen. <TEI> <text> <body> <div> <lg type="poem"> <pb facs="#f0008"/> <lg> <l>Wer pflegt der Raben junge Zucht</l><lb/> <l>Jn Noͤhten zu ernehren?</l><lb/> <l>GOtt/ welchen alles Fleiſch erſucht</l><lb/> <l>Jhm Speiſe zu gewehren.</l> </lg><lb/> <lg> <l>Seyd Jhr in einer frembden Stadt/</l><lb/> <l>Laſſt dißfals ab zu weinen:</l><lb/> <l>Wer ſeinen GOtt nur bey ſich hat</l><lb/> <l>Hat uͤberall die Seinen.</l> </lg><lb/> <lg> <l>So haltet ſeinem Rahtſchluß ſtill.</l><lb/> <l>Er hat in ſeinen Haͤnden</l><lb/> <l>Der Menſchen Hertz/ wohin Er wil</l><lb/> <l>Dahin kan er es wenden.</l> </lg><lb/> <lg> <l>Vnd wer iſt Jhm an Kraͤfften gleich?</l><lb/> <l>Springt Er zu Ewren Sachen/</l><lb/> <l>So wird Er Freund' aus Steinen Euch</l><lb/> <l>Vnd Ewren Soͤhnen machen.</l> </lg> </lg><lb/> <milestone rendition="#hr" unit="section"/><lb/> </div> </body> </text> </TEI> [0008]
Wer pflegt der Raben junge Zucht
Jn Noͤhten zu ernehren?
GOtt/ welchen alles Fleiſch erſucht
Jhm Speiſe zu gewehren.
Seyd Jhr in einer frembden Stadt/
Laſſt dißfals ab zu weinen:
Wer ſeinen GOtt nur bey ſich hat
Hat uͤberall die Seinen.
So haltet ſeinem Rahtſchluß ſtill.
Er hat in ſeinen Haͤnden
Der Menſchen Hertz/ wohin Er wil
Dahin kan er es wenden.
Vnd wer iſt Jhm an Kraͤfften gleich?
Springt Er zu Ewren Sachen/
So wird Er Freund' aus Steinen Euch
Vnd Ewren Soͤhnen machen.
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