Dach, Simon: Nil agit in mentem sors mala morsque bonam. Das ist Christliches Klag- und Trost-Geticht Welches bey sehr frühzeitigem und hochbetrawerlichem wiewol seligem Hintritt aus dieser Welt Der ... Frawen Reginen/ gebohrnen Casseburginn/ Des ... Herrn Georg Lohts/ Der Artzney D. bey hiesiger löblichen hohen Schulen ... Prof. Publ. Ord. und dieser Zeit Magnifici Rectoris ... Haußfrawen. Königsberg, 1658.Wer weis/ worauff die grosse Macht Des Türcken jetzund ist bedacht/ Für welchem Schrecken allen Sie deine Seele sicher lebt/ Bey GOtt in höchsten Freuden schwebt Und ruhet nach gefallen. So sind'/ Herr/ dich in deine Noht/ Der Kranckheit Eigenschafft und Tod Sind täglich dein Gewerbe/ Du siehst/ an Aertzten liegt es nicht/ Rufft mir mein GOtt aus diesem Liecht Und wil/ daß ich nun sterbe. Sieh dieser Dinge Wechsel an Verständig Christlich und ein Mann/ Mein Tod ist nicht zu zähmen. Wir fliehen wie ein Rauch von hier/ Mein Tod/ der alles nimmt/ sol mir Doch meinen Muth nicht nehmen. Wer weis/ worauff die groſſe Macht Des Tuͤrcken jetzund iſt bedacht/ Fuͤr welchem Schrecken allen Sie deine Seele ſicher lebt/ Bey GOtt in hoͤchſten Freuden ſchwebt Und ruhet nach gefallen. So ſind'/ Herr/ dich in deine Noht/ Der Kranckheit Eigenſchafft und Tod Sind taͤglich dein Gewerbe/ Du ſiehſt/ an Aertzten liegt es nicht/ Rufft mir mein GOtt aus dieſem Liecht Und wil/ daß ich nun ſterbe. Sieh dieſer Dinge Wechsel an Verſtaͤndig Chriſtlich und ein Mann/ Mein Tod iſt nicht zu zaͤhmen. Wir fliehen wie ein Rauch von hier/ Mein Tod/ der alles nimmt/ ſol mir Doch meinen Muth nicht nehmen. <TEI> <text> <body> <div> <lg type="poem"> <pb facs="#f0008"/> <lg> <l>Wer weis/ worauff die groſſe Macht </l><lb/> <l>Des Tuͤrcken jetzund iſt bedacht/</l><lb/> <l>Fuͤr welchem Schrecken allen</l><lb/> <l>Sie deine Seele ſicher lebt/</l><lb/> <l>Bey GOtt in hoͤchſten Freuden ſchwebt</l><lb/> <l>Und ruhet nach gefallen.</l> </lg><lb/> <lg> <l>So ſind'/ Herr/ dich in deine Noht/ </l><lb/> <l>Der Kranckheit Eigenſchafft und Tod</l><lb/> <l>Sind taͤglich dein Gewerbe/</l><lb/> <l>Du ſiehſt/ an Aertzten liegt es nicht/</l><lb/> <l>Rufft mir mein GOtt aus dieſem Liecht </l><lb/> <l>Und wil/ daß ich nun ſterbe. </l> </lg><lb/> <lg> <l>Sieh dieſer Dinge Wechsel an</l><lb/> <l>Verſtaͤndig Chriſtlich und ein Mann/ </l><lb/> <l>Mein Tod iſt nicht zu zaͤhmen.</l><lb/> <l>Wir fliehen wie ein Rauch von hier/</l><lb/> <l>Mein Tod/ der alles nimmt/ ſol mir</l><lb/> <l>Doch meinen Muth nicht nehmen.</l> </lg> </lg><lb/> <milestone rendition="#hr" unit="section"/><lb/> </div> </body> </text> </TEI> [0008]
Wer weis/ worauff die groſſe Macht
Des Tuͤrcken jetzund iſt bedacht/
Fuͤr welchem Schrecken allen
Sie deine Seele ſicher lebt/
Bey GOtt in hoͤchſten Freuden ſchwebt
Und ruhet nach gefallen.
So ſind'/ Herr/ dich in deine Noht/
Der Kranckheit Eigenſchafft und Tod
Sind taͤglich dein Gewerbe/
Du ſiehſt/ an Aertzten liegt es nicht/
Rufft mir mein GOtt aus dieſem Liecht
Und wil/ daß ich nun ſterbe.
Sieh dieſer Dinge Wechsel an
Verſtaͤndig Chriſtlich und ein Mann/
Mein Tod iſt nicht zu zaͤhmen.
Wir fliehen wie ein Rauch von hier/
Mein Tod/ der alles nimmt/ ſol mir
Doch meinen Muth nicht nehmen.
Suche im WerkInformationen zum Werk
Download dieses Werks
XML (TEI P5) ·
HTML ·
Text Metadaten zum WerkTEI-Header · CMDI · Dublin Core Ansichten dieser Seite
Voyant Tools ?Language Resource Switchboard?FeedbackSie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden. Kommentar zur DTA-AusgabeDieses Werk wurde im Rahmen des Moduls DTA-Erweiterungen (DTAE) digitalisiert. Weitere Informationen … Preußen 17 digital - Digitalisierung des im VD 17 nachgewiesenen Bestandes preußischer Drucke der Staatsbibliothek zu Berlin: Bereitstellung der Bilddigitalisate.
(2014-11-04T17:43:40Z)
Weitere Informationen:Diese Transkription wurde automatisch durch OCR erfasst.
|
Insbesondere im Hinblick auf die §§ 86a StGB und 130 StGB wird festgestellt, dass die auf diesen Seiten abgebildeten Inhalte weder in irgendeiner Form propagandistischen Zwecken dienen, oder Werbung für verbotene Organisationen oder Vereinigungen darstellen, oder nationalsozialistische Verbrechen leugnen oder verharmlosen, noch zum Zwecke der Herabwürdigung der Menschenwürde gezeigt werden. Die auf diesen Seiten abgebildeten Inhalte (in Wort und Bild) dienen im Sinne des § 86 StGB Abs. 3 ausschließlich historischen, sozial- oder kulturwissenschaftlichen Forschungszwecken. Ihre Veröffentlichung erfolgt in der Absicht, Wissen zur Anregung der intellektuellen Selbstständigkeit und Verantwortungsbereitschaft des Staatsbürgers zu vermitteln und damit der Förderung seiner Mündigkeit zu dienen.
2007–2024 Deutsches Textarchiv, Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften.
Kontakt: redaktion(at)deutschestextarchiv.de. |