Dach, Simon: Wolverdientes Denck- und Ehren-Mahl/ Dem ... Herrn Christian Winter/ von Sternfeld/ Churf. Brand. Preuss. wolverordneter Raht und Ober-Secretario/ [et]c. Königsberg, 1653.Herr Winter sah' auff den allein/ Der lies ihn auch nicht unten stehen/ Sein Sinn/ Verstand und Tugend-schein Wust' ihn bey Fürsten zu erhöhen. Vnd alle dieses gute schien' Jhm seine Jugend zu zu sagen/ Die guter Art gewest/ und ihn Von hinnen in die Welt getragen. So bald er hie bewehrten Grund Zu aller Wissenschafft geleget/ War nichts was ihn behalten kunt; Er gieng durch edle Glut gereget Erst an der Pleissen weissen Rand/ Nach dem er hie sich satt gesogen/ Jn Kunst und Weißheit allerhand/ Jst er nach Wittenberg gezogen/ Vnd ander' hohe Schulen mehr/ Biß ihn gereitzt die freyen Pohlen/ Nach ihrer Sprache stund er sehr/ Daß er sie must aus Posen holen. Von
Herr Winter ſah' auff den allein/ Der lies ihn auch nicht unten ſtehen/ Sein Sinn/ Verſtand und Tugend-ſchein Wuſt' ihn bey Fuͤrſten zu erhoͤhen. Vnd alle dieſes gute ſchien' Jhm ſeine Jugend zu zu ſagen/ Die guter Art geweſt/ und ihn Von hinnen in die Welt getragen. So bald er hie bewehrten Grund Zu aller Wiſſenſchafft geleget/ War nichts was ihn behalten kunt; Er gieng durch edle Glut gereget Erſt an der Pleiſſen weiſſen Rand/ Nach dem er hie ſich ſatt geſogen/ Jn Kunſt und Weißheit allerhand/ Jſt er nach Wittenberg gezogen/ Vnd ander' hohe Schulen mehr/ Biß ihn gereitzt die freyen Pohlen/ Nach ihrer Sprache ſtund er ſehr/ Daß er ſie muſt aus Poſen holen. Von
<TEI> <text> <body> <div> <lg type="poem"> <pb facs="#f0009"/> <lg> <l>Herr Winter ſah' auff den allein/</l><lb/> <l>Der lies ihn auch nicht unten ſtehen/</l><lb/> <l>Sein Sinn/ Verſtand und Tugend-ſchein</l><lb/> <l>Wuſt' ihn bey Fuͤrſten zu erhoͤhen.</l> </lg><lb/> <lg> <l>Vnd alle dieſes gute ſchien'</l><lb/> <l>Jhm ſeine Jugend zu zu ſagen/</l><lb/> <l>Die guter Art geweſt/ und ihn</l><lb/> <l>Von hinnen in die Welt getragen.</l> </lg><lb/> <lg> <l>So bald er hie bewehrten Grund</l><lb/> <l>Zu aller Wiſſenſchafft geleget/</l><lb/> <l>War nichts was ihn behalten kunt;</l><lb/> <l>Er gieng durch edle Glut gereget</l> </lg><lb/> <lg> <l>Erſt an der Pleiſſen weiſſen Rand/</l><lb/> <l>Nach dem er hie ſich ſatt geſogen/</l><lb/> <l>Jn Kunſt und Weißheit allerhand/</l><lb/> <l>Jſt er nach Wittenberg gezogen/</l> </lg><lb/> <lg> <l>Vnd ander' hohe Schulen mehr/</l><lb/> <l>Biß ihn gereitzt die freyen Pohlen/</l><lb/> <l>Nach ihrer Sprache ſtund er ſehr/</l><lb/> <l>Daß er ſie muſt aus Poſen holen.</l> </lg><lb/> <fw place="bottom" type="catch">Von</fw><lb/> </lg> </div> </body> </text> </TEI> [0009]
Herr Winter ſah' auff den allein/
Der lies ihn auch nicht unten ſtehen/
Sein Sinn/ Verſtand und Tugend-ſchein
Wuſt' ihn bey Fuͤrſten zu erhoͤhen.
Vnd alle dieſes gute ſchien'
Jhm ſeine Jugend zu zu ſagen/
Die guter Art geweſt/ und ihn
Von hinnen in die Welt getragen.
So bald er hie bewehrten Grund
Zu aller Wiſſenſchafft geleget/
War nichts was ihn behalten kunt;
Er gieng durch edle Glut gereget
Erſt an der Pleiſſen weiſſen Rand/
Nach dem er hie ſich ſatt geſogen/
Jn Kunſt und Weißheit allerhand/
Jſt er nach Wittenberg gezogen/
Vnd ander' hohe Schulen mehr/
Biß ihn gereitzt die freyen Pohlen/
Nach ihrer Sprache ſtund er ſehr/
Daß er ſie muſt aus Poſen holen.
Von
Suche im WerkInformationen zum Werk
Download dieses Werks
XML (TEI P5) ·
HTML ·
Text Metadaten zum WerkTEI-Header · CMDI · Dublin Core Ansichten dieser Seite
Voyant Tools ?Language Resource Switchboard?FeedbackSie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden. Kommentar zur DTA-AusgabeDieses Werk wurde im Rahmen des Moduls DTA-Erweiterungen (DTAE) digitalisiert. Weitere Informationen … Preußen 17 digital - Digitalisierung des im VD 17 nachgewiesenen Bestandes preußischer Drucke der Staatsbibliothek zu Berlin: Bereitstellung der Bilddigitalisate.
(2014-11-04T17:43:40Z)
Weitere Informationen:Diese Transkription wurde automatisch durch OCR erfasst.
|
Insbesondere im Hinblick auf die §§ 86a StGB und 130 StGB wird festgestellt, dass die auf diesen Seiten abgebildeten Inhalte weder in irgendeiner Form propagandistischen Zwecken dienen, oder Werbung für verbotene Organisationen oder Vereinigungen darstellen, oder nationalsozialistische Verbrechen leugnen oder verharmlosen, noch zum Zwecke der Herabwürdigung der Menschenwürde gezeigt werden. Die auf diesen Seiten abgebildeten Inhalte (in Wort und Bild) dienen im Sinne des § 86 StGB Abs. 3 ausschließlich historischen, sozial- oder kulturwissenschaftlichen Forschungszwecken. Ihre Veröffentlichung erfolgt in der Absicht, Wissen zur Anregung der intellektuellen Selbstständigkeit und Verantwortungsbereitschaft des Staatsbürgers zu vermitteln und damit der Förderung seiner Mündigkeit zu dienen.
2007–2024 Deutsches Textarchiv, Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften.
Kontakt: redaktion(at)deutschestextarchiv.de. |