Blum, Joachim Christian: Spatziergänge. Bd. 1. Berlin, 1774.ben, und es müsste wunderlich zugehn, Einen Augenblick, Landsmann! Jch Ey was, Herr! Jn unserm Dorfe neh- Mit diesen Worten wandte er sich ei- ben, und es müſste wunderlich zugehn, Einen Augenblick, Landsmann! Jch Ey was, Herr! Jn unſerm Dorfe neh- Mit dieſen Worten wandte er ſich ei- <TEI> <text> <body> <div n="1"> <div n="2"> <p><pb facs="#f0066" n="58"/> ben, und es müſste wunderlich zugehn,<lb/> wenn ſie anderswohin als nach U<hi rendition="#sup">***</hi> kom-<lb/> men ſollten. Mein armes Weib wird nicht<lb/> wiſsen wo ich hingerathen bin. Gott be-<lb/> gleite ſie!</p><lb/> <p>Einen Augenblick, Landsmann! Jch<lb/> bedanke mich für eure Bemühung. Nehmt<lb/> dieſe Kleinigkeit dafür an!</p><lb/> <p>Ey was, Herr! Jn unſerm Dorfe neh-<lb/> men wir kein Geld, wenn wir Jemand auf<lb/> den rechten Weg helfen. —”</p><lb/> <p>Mit dieſen Worten wandte er ſich ei-<lb/> lends um, und überlieſs mich einem ange-<lb/> nehmen Erſtaunen. Jch kam, ohne wei-<lb/> tern Aufenthalt, nach Hauſe, und bemerk-<lb/> te dieſen Tag in meinem Tagebuche mit<lb/> dem Zeichen eines gänzlichen Wohl-<lb/> gefallens.</p> </div><lb/> <milestone rendition="#hr" unit="section"/><lb/> </div> </body> </text> </TEI> [58/0066]
ben, und es müſste wunderlich zugehn,
wenn ſie anderswohin als nach U*** kom-
men ſollten. Mein armes Weib wird nicht
wiſsen wo ich hingerathen bin. Gott be-
gleite ſie!
Einen Augenblick, Landsmann! Jch
bedanke mich für eure Bemühung. Nehmt
dieſe Kleinigkeit dafür an!
Ey was, Herr! Jn unſerm Dorfe neh-
men wir kein Geld, wenn wir Jemand auf
den rechten Weg helfen. —”
Mit dieſen Worten wandte er ſich ei-
lends um, und überlieſs mich einem ange-
nehmen Erſtaunen. Jch kam, ohne wei-
tern Aufenthalt, nach Hauſe, und bemerk-
te dieſen Tag in meinem Tagebuche mit
dem Zeichen eines gänzlichen Wohl-
gefallens.
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