Blumenbach, Johann Friedrich: Handbuch der Naturgeschichte. 11. Aufl. Göttingen, 1825.1. Superba. der Leyerschwanz, Schweifhahn. Audebert et Vieillot oiseaux de Paradis Auf Neuholland. Das Männchen wegen seines großen 45. Phasianus. Genae cute nuda laevigata. 1. +. Gallus. der Haushahn. (Fr. le coq. Engl. Die vermutliche wilde Stammraffe*) ist in Hin- Die Hühner sind unter den Hausthieren dieser Classe *) Sonnerat voyag. aux Indes. vol. II. tab. 94. 95. **) Sogar, daß bey den so genannten Hollen- oder Hau-
ben-Hühnern, mit dem dichten Federbusch auf dem Kopfe, der Stirntheil der Hirnschale wie zu einer monströsen das große oder eigentlich sogenannte Gehirn fassenden Blase auf- getrieben wird. Eine in ihrer Art einzige erbliche Abweichung des Bildungstriebes, die ich in der Commentatio de nisus for- mativi aberrationibus genauer beschrieben und durch anatomi- sche Abbildungen erläutert habe. 1. Superba. der Leyerschwanz, Schweifhahn. Audebert et Vieillot oiseaux de Paradis Auf Neuholland. Das Männchen wegen seines großen 45. Phasianus. Genae cute nuda laevigata. 1. †. Gallus. der Haushahn. (Fr. le coq. Engl. Die vermutliche wilde Stammraffe*) ist in Hin- Die Hühner sind unter den Hausthieren dieser Classe *) Sonnerat voyag. aux Indes. vol. II. tab. 94. 95. **) Sogar, daß bey den so genannten Hollen- oder Hau-
ben-Hühnern, mit dem dichten Federbusch auf dem Kopfe, der Stirntheil der Hirnschale wie zu einer monströsen das große oder eigentlich sogenannte Gehirn fassenden Blase auf- getrieben wird. Eine in ihrer Art einzige erbliche Abweichung des Bildungstriebes, die ich in der Commentatio de nisus for- mativi aberrationibus genauer beschrieben und durch anatomi- sche Abbildungen erläutert habe. <TEI> <text> <body> <div n="1"> <div n="2"> <div n="3"> <pb facs="#f0192" xml:id="pb170_0001" n="170"/> <p rendition="#indent-2">1. <hi rendition="#aq"><hi rendition="#i">Superba</hi></hi>. <hi rendition="#g">der Leyerschwanz, Schweifhahn</hi>.</p> <p rendition="#l2em"><hi rendition="#aq"><hi rendition="#k">Audebert</hi> et <hi rendition="#k">Vieillot</hi> <hi rendition="#i">oiseaux de Paradis</hi><lb/> tab</hi>. 14. 15. 16.</p> <p rendition="#l1em">Auf Neuholland. Das Männchen wegen seines großen<lb/> wundersam gebildeten schönfarbigen Schweifes eines der<lb/> sonderbarsten Thiere der ganzen Classe.</p> <p rendition="#indent-1">45. <hi rendition="#aq"><hi rendition="#k">Phasianus</hi>. Genae cute nuda laevigata</hi>.</p> <p rendition="#indent-2">1. †. <hi rendition="#aq"><hi rendition="#i">Gallus</hi></hi>. <hi rendition="#g">der Haushahn</hi>. (<hi rendition="#g">Fr</hi>. <hi rendition="#aq"><hi rendition="#i">le coq</hi></hi>. <hi rendition="#g">Engl</hi>.<lb/><hi rendition="#aq"><hi rendition="#i">the cock</hi></hi>.) <hi rendition="#aq">Ph. caruncula compressa verticis ge-<lb/> minaque gulae, auribus nudis, cauda compressa<lb/> ascendente</hi>.</p> <p rendition="#l1em">Die vermutliche wilde Stammraffe<note anchored="true" place="foot" n="*)"><p><hi rendition="#aq"><hi rendition="#k">Sonnerat</hi><hi rendition="#i">voyag. aux Indes</hi>. vol</hi>. II. <hi rendition="#aq">tab</hi>. 94. 95.</p></note> ist in Hin-<lb/> dustan zu Hause; von rothbrauner Farbe; und zeichnet<lb/> sich durch flache hornichte Blättchen an den Spitzen der<lb/> Hals- und Flügelfedern aus (die den zinnoberrothen<lb/> Flügelblättchen des Seidenschwanzes ähneln). Der Haus-<lb/> hahn hingegen ist meist über die ganze Erde verbreitet.<lb/> Doch ist er erst durch die Spanier nach America gebracht:<lb/> hingegen auf vielen Inseln der Südsee bey ihrer Ent-<lb/> deckung von den Europäern schon vorgefunden worden.<lb/> Das Huhn ist bey der Menge Eyer, die es legt, und<lb/> seinem oftmahligen Brüten eins der allernutzbarsten<lb/> Thiere der ganzen Classe. Und die Hahnen-Gefechte<lb/> längst und in mehreren Welttheilen ein beliebtes Volks-<lb/> schauspiel.</p> <p rendition="#l1em">Die Hühner sind unter den Hausthieren dieser Classe<lb/> in die allermannigfaltigsten und auffallendsten Rassen und<lb/> Spielarten degenerirt. Theils in wahre zum erblichen<lb/> Schlag gewordene Monstrositäten<note anchored="true" place="foot" n="**)"><p>Sogar, daß bey den so genannten <hi rendition="#g">Hollen</hi>- oder <hi rendition="#g">Hau-<lb/> ben-Hühnern</hi>, mit dem dichten Federbusch auf dem Kopfe,<lb/> der Stirntheil der Hirnschale wie zu einer monströsen das<lb/> große oder eigentlich sogenannte Gehirn fassenden Blase auf-<lb/> getrieben wird. Eine in ihrer Art einzige erbliche Abweichung<lb/> des Bildungstriebes, die ich in der <hi rendition="#aq"><hi rendition="#i">Commentatio de nisus for</hi></hi>-<lb/><hi rendition="#aq"><hi rendition="#i">mativi aberrationibus</hi></hi> genauer beschrieben und durch anatomi-<lb/> sche Abbildungen erläutert habe.</p></note>; sowohl <hi rendition="#aq">per defec-<lb/> tum</hi> (– s. oben S. 19. –), wie der ungeschwänzte<lb/></p> </div> </div> </div> </body> </text> </TEI> [170/0192]
1. Superba. der Leyerschwanz, Schweifhahn.
Audebert et Vieillot oiseaux de Paradis
tab. 14. 15. 16.
Auf Neuholland. Das Männchen wegen seines großen
wundersam gebildeten schönfarbigen Schweifes eines der
sonderbarsten Thiere der ganzen Classe.
45. Phasianus. Genae cute nuda laevigata.
1. †. Gallus. der Haushahn. (Fr. le coq. Engl.
the cock.) Ph. caruncula compressa verticis ge-
minaque gulae, auribus nudis, cauda compressa
ascendente.
Die vermutliche wilde Stammraffe *) ist in Hin-
dustan zu Hause; von rothbrauner Farbe; und zeichnet
sich durch flache hornichte Blättchen an den Spitzen der
Hals- und Flügelfedern aus (die den zinnoberrothen
Flügelblättchen des Seidenschwanzes ähneln). Der Haus-
hahn hingegen ist meist über die ganze Erde verbreitet.
Doch ist er erst durch die Spanier nach America gebracht:
hingegen auf vielen Inseln der Südsee bey ihrer Ent-
deckung von den Europäern schon vorgefunden worden.
Das Huhn ist bey der Menge Eyer, die es legt, und
seinem oftmahligen Brüten eins der allernutzbarsten
Thiere der ganzen Classe. Und die Hahnen-Gefechte
längst und in mehreren Welttheilen ein beliebtes Volks-
schauspiel.
Die Hühner sind unter den Hausthieren dieser Classe
in die allermannigfaltigsten und auffallendsten Rassen und
Spielarten degenerirt. Theils in wahre zum erblichen
Schlag gewordene Monstrositäten **); sowohl per defec-
tum (– s. oben S. 19. –), wie der ungeschwänzte
*) Sonnerat voyag. aux Indes. vol. II. tab. 94. 95.
**) Sogar, daß bey den so genannten Hollen- oder Hau-
ben-Hühnern, mit dem dichten Federbusch auf dem Kopfe,
der Stirntheil der Hirnschale wie zu einer monströsen das
große oder eigentlich sogenannte Gehirn fassenden Blase auf-
getrieben wird. Eine in ihrer Art einzige erbliche Abweichung
des Bildungstriebes, die ich in der Commentatio de nisus for-
mativi aberrationibus genauer beschrieben und durch anatomi-
sche Abbildungen erläutert habe.
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