Burk, Johann Albrecht: Gebet- und Lieder-Buch zum Privat-Gebrauch für Kinder und für junge Christen reiferen Alters. Tübingen, 1775.II. Nach der Confirmation. nichts kann mir meine Zuversichtund Deine Gnade rauben: der Glaubens-Bund hat vesten Grund: die deiner sich nicht schämen, die kann Dir niemand nehmen. Dich, JEsum laß ich ewig nicht; es machte Dein Erbarmen die Marter, Angst und Tod zur Pflicht, du zahltest für mich Armen. Aus Dankbarkeit will ich erfreut um Deines Leidens willen die Pflicht der Treu erfüllen. Dich, JEsum laß ich ewig nicht; Du stärkest mich von oben, wenn der verworfne Bösewicht und seine Heere toben: Ich flieh zu Dir, Du eilst zu mir wenn mich die Feinde hassen: Dich kann ich nimmer lassen. Dich, JEsum laß ich ewig nicht; Dich, GOttes grösste Gabe: Ich weiß, daß mir kein Gut gebricht, HErr! wenn ich Dich nur habe. Ich mag der Welt für Gut und Gelt, wornach die Eiteln laufen, den Heiland nicht verkaufen. Dich, JEsum laß ich ewig nicht; das Kreutz soll mich nicht scheiden: diß ist ja jedes Gliedes Pflicht mit seinem Haupt zu leiden. Die
II. Nach der Confirmation. nichts kann mir meine Zuverſichtund Deine Gnade rauben: der Glaubens-Bund hat veſten Grund: die deiner ſich nicht ſchaͤmen, die kann Dir niemand nehmen. Dich, JEſum laß ich ewig nicht; es machte Dein Erbarmen die Marter, Angſt und Tod zur Pflicht, du zahlteſt fuͤr mich Armen. Aus Dankbarkeit will ich erfreut um Deines Leidens willen die Pflicht der Treu erfuͤllen. Dich, JEſum laß ich ewig nicht; Du ſtaͤrkeſt mich von oben, wenn der verworfne Boͤſewicht und ſeine Heere toben: Ich flieh zu Dir, Du eilſt zu mir wenn mich die Feinde haſſen: Dich kann ich nimmer laſſen. Dich, JEſum laß ich ewig nicht; Dich, GOttes groͤſſte Gabe: Ich weiß, daß mir kein Gut gebricht, HErr! wenn ich Dich nur habe. Ich mag der Welt fuͤr Gut und Gelt, wornach die Eiteln laufen, den Heiland nicht verkaufen. Dich, JEſum laß ich ewig nicht; das Kreutz ſoll mich nicht ſcheiden: diß iſt ja jedes Gliedes Pflicht mit ſeinem Haupt zu leiden. Die
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der Glaubens-Bund hat veſten Grund:
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die kann Dir niemand nehmen.
Dich, JEſum laß ich ewig nicht;
es machte Dein Erbarmen
die Marter, Angſt und Tod zur Pflicht,
du zahlteſt fuͤr mich Armen.
Aus Dankbarkeit will ich erfreut
um Deines Leidens willen
die Pflicht der Treu erfuͤllen.
Dich, JEſum laß ich ewig nicht;
Du ſtaͤrkeſt mich von oben,
wenn der verworfne Boͤſewicht
und ſeine Heere toben:
Ich flieh zu Dir, Du eilſt zu mir
wenn mich die Feinde haſſen:
Dich kann ich nimmer laſſen.
Dich, JEſum laß ich ewig nicht;
Dich, GOttes groͤſſte Gabe:
Ich weiß, daß mir kein Gut gebricht,
HErr! wenn ich Dich nur habe.
Ich mag der Welt fuͤr Gut und Gelt,
wornach die Eiteln laufen,
den Heiland nicht verkaufen.
Dich, JEſum laß ich ewig nicht;
das Kreutz ſoll mich nicht ſcheiden:
diß iſt ja jedes Gliedes Pflicht
mit ſeinem Haupt zu leiden.
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(2023-05-24T12:24:22Z)
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Britt-Marie Schuster, Alexander Geyken, Susanne Haaf, Christopher Georgi, Frauke Thielert, Linda Kirsten, t.evo: Die Evolution von komplexen Textmustern: Aufbau eines Korpus historischer Zeitungen zur Untersuchung der Mehrdimensionalität des Textmusterwandels
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