fahren. So werden Abnutzungen und Arbeitsverluste durch den nicht arbeitenden Riemen vermieden.
Eine etwas andere, aber der soeben beschriebenen verwandte Anord- nung ist in der Quelle beschrieben.1)
Die Verschiebung des Riemens bewirkt man nun durch Stifte oder Finger, die paarweise zu einer Gabel vereinigt werden, woher der Name
[Abbildung]
Fig. 381.
Riemengabel rührt. Behufs Schonung der Riemen- ränder werden oft auf die Stifte Rollen gesteckt. Die offenen, eigentlichen Gabeln lassen bei unge- stümer Handhabung den Riemen leicht ausgleiten, weshalb man vorzieht, die Gabel zu schliessen, wofür die Fig. 353 bis 355, 358 bis 360 (S. 172 u. 173, 175 u. 176) Beispiele bieten.
Zum Verschieben der Riemengabeln dienen mannigfache Einrichtungen; bei allen wünscht man die Gabel nach stattgehabter Verschiebung in ihrer Lage festzuhalten. Hierfür folgen unter Bezug- nahme auf die bei den Fig. 353 bis 360 bereits gegebenen noch einige Beispiele. In Fig. 381 be- zeichnet h den Hebel oder die Stange, mittels welcher die Riemengabel verschoben wird, a einen festen Theil. In h ist eine Büchse b geschraubt, in welcher ein Stift s frei verschiebbar ist, aber durch eine Feder stets nach aussen gedrückt wird. Die Spitze dieses Stiftes greift nun in Ver- tiefungen von a und hält dadurch h gegenüber den zufälligen Kräften ge-
[Abbildung]
Fig. 383.
[Abbildung]
Fig. 382.
nügend in seiner Lage fest. Ein kräftiger, gegen h ausgeübter Handdruck zwingt den Stift zurückzuweichen und die Verschiebung von h zu gestatten.
Fig. 382 u. 383 stellt einen für Deckenvorgelege geeigneten Riemenführer dar. g ist die an die Flachschiene s genietete geschlossene Riemengabel. Die Schiene s wird in f und f1 geführt, letztere sind in irgend einer ge-
1) D. R.-P. No. 90936. Zeitschr. d. Ver. deutscher Ingen. 1897. S. 603, mit Abb.
Werkzeugmaschinen für die Metallbearbeitung.
fahren. So werden Abnutzungen und Arbeitsverluste durch den nicht arbeitenden Riemen vermieden.
Eine etwas andere, aber der soeben beschriebenen verwandte Anord- nung ist in der Quelle beschrieben.1)
Die Verschiebung des Riemens bewirkt man nun durch Stifte oder Finger, die paarweise zu einer Gabel vereinigt werden, woher der Name
[Abbildung]
Fig. 381.
Riemengabel rührt. Behufs Schonung der Riemen- ränder werden oft auf die Stifte Rollen gesteckt. Die offenen, eigentlichen Gabeln lassen bei unge- stümer Handhabung den Riemen leicht ausgleiten, weshalb man vorzieht, die Gabel zu schliessen, wofür die Fig. 353 bis 355, 358 bis 360 (S. 172 u. 173, 175 u. 176) Beispiele bieten.
Zum Verschieben der Riemengabeln dienen mannigfache Einrichtungen; bei allen wünscht man die Gabel nach stattgehabter Verschiebung in ihrer Lage festzuhalten. Hierfür folgen unter Bezug- nahme auf die bei den Fig. 353 bis 360 bereits gegebenen noch einige Beispiele. In Fig. 381 be- zeichnet h den Hebel oder die Stange, mittels welcher die Riemengabel verschoben wird, a einen festen Theil. In h ist eine Büchse b geschraubt, in welcher ein Stift s frei verschiebbar ist, aber durch eine Feder stets nach aussen gedrückt wird. Die Spitze dieses Stiftes greift nun in Ver- tiefungen von a und hält dadurch h gegenüber den zufälligen Kräften ge-
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Fig. 383.
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Fig. 382.
nügend in seiner Lage fest. Ein kräftiger, gegen h ausgeübter Handdruck zwingt den Stift zurückzuweichen und die Verschiebung von h zu gestatten.
Fig. 382 u. 383 stellt einen für Deckenvorgelege geeigneten Riemenführer dar. g ist die an die Flachschiene s genietete geschlossene Riemengabel. Die Schiene s wird in f und f1 geführt, letztere sind in irgend einer ge-
1) D. R.-P. No. 90936. Zeitschr. d. Ver. deutscher Ingen. 1897. S. 603, mit Abb.
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Werkzeugmaschinen für die Metallbearbeitung.
fahren. So werden Abnutzungen und Arbeitsverluste durch den nicht
arbeitenden Riemen vermieden.
Eine etwas andere, aber der soeben beschriebenen verwandte Anord-
nung ist in der Quelle beschrieben. 1)
Die Verschiebung des Riemens bewirkt man nun durch Stifte oder
Finger, die paarweise zu einer Gabel vereinigt werden, woher der Name
[Abbildung Fig. 381.]
Riemengabel rührt. Behufs Schonung der Riemen-
ränder werden oft auf die Stifte Rollen gesteckt.
Die offenen, eigentlichen Gabeln lassen bei unge-
stümer Handhabung den Riemen leicht ausgleiten,
weshalb man vorzieht, die Gabel zu schliessen,
wofür die Fig. 353 bis 355, 358 bis 360 (S. 172
u. 173, 175 u. 176) Beispiele bieten.
Zum Verschieben der Riemengabeln dienen
mannigfache Einrichtungen; bei allen wünscht man
die Gabel nach stattgehabter Verschiebung in ihrer
Lage festzuhalten. Hierfür folgen unter Bezug-
nahme auf die bei den Fig. 353 bis 360 bereits
gegebenen noch einige Beispiele. In Fig. 381 be-
zeichnet h den Hebel oder die Stange, mittels welcher die Riemengabel
verschoben wird, a einen festen Theil. In h ist eine Büchse b geschraubt,
in welcher ein Stift s frei verschiebbar ist, aber durch eine Feder stets
nach aussen gedrückt wird. Die Spitze dieses Stiftes greift nun in Ver-
tiefungen von a und hält dadurch h gegenüber den zufälligen Kräften ge-
[Abbildung Fig. 383.]
[Abbildung Fig. 382.]
nügend in seiner Lage fest. Ein kräftiger, gegen h ausgeübter Handdruck
zwingt den Stift zurückzuweichen und die Verschiebung von h zu gestatten.
Fig. 382 u. 383 stellt einen für Deckenvorgelege geeigneten Riemenführer
dar. g ist die an die Flachschiene s genietete geschlossene Riemengabel.
Die Schiene s wird in f und f1 geführt, letztere sind in irgend einer ge-
1) D. R.-P. No. 90936. Zeitschr. d. Ver. deutscher Ingen. 1897. S. 603, mit Abb.
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Fischer, Hermann: Die Werkzeugmaschinen. Bd. 1: Die Metallbearbeitungs-Maschinen. [Textband]. Berlin, 1900, S. 184. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/fischer_werkzeugmaschinen01_1900/198>, abgerufen am 23.11.2024.
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