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[N. N.]: Wahrhaftige Erklärung des hohen trostreichen Artikels von der Person, Amt, und Majestät unseres lieben Herrn und Heilandes Jesu Christi, Gottes und Marien Sohn. Zerbst, 1586.

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quitarios, thes. 62. mit deutlichen worten / die wir droben bey vnserm siebenzehenden argument / pag. 193. erzehlet haben / obijciren vnd fürhalten.

Damit sie aber nicht dasselbige (jrer gewonheit nach) nur eludiren / vnd verlachen / oder fürgeben / es sey schon verantwortet: so setzen wir alhie nicht vnbillig die 63. thesin dazu / vnd begeren von jhnen / so fern sie jhrer Sache keine schewe tragen / das sie die Jesuiten mit gnugsamen gründen widerlegen. Als denn wirds vnsert halben kein noth haben / denn wir der Warheit jederzeit raum zu geben erböttigk sind.

Folget derwegen / wie die Jesuiten ferner / beides D. Jacobo Andreae / vnd den Herrn Verfassern der Erfurdischen Apologien vff jre ausflüchte antworten. Denn also lauten daselbst ferner jre wort: Ad hanc probationem firmissimam nihil plane habent, quod probabiliter respondeant. the. VViteb. 175.Iacobus Andreas primam propositionem concedit, de sumtione tacet. Id tantum annotat de proprietate aeternitatis; humanitatem quidem Christi ab aeterno non fuisse; thes. 124. 125. Dan. 7.potestatem tamen illi communicatam aeternam esse, & ab aeterno fuisse, secundum illud Danielis: Potestas eius potestas aeterna, quae non auferetur.

At architecti Apol. Concord. Kirchnerus, Selneccerus, & Chemnitius, cernentes in hoc argumento esse digitum DEI, ingenue fatentur, non omnes proprietates Apolog. cap. 3. fol. 56. 60.Diuinitatis humanitati esse communicatas, vt aeternitatem, infinitatem, & quod sit Spiritus; tum quia diuina Scriptura has proprietates illi non attribuit; tum quia sequeretur alioquin, humanitatem non in tempore, sed ab omni aeternitate a persona Verbi assumtam fuisse.

quitarios, thes. 62. mit deutlichen worten / die wir droben bey vnserm siebenzehenden argument / pag. 193. erzehlet haben / obijciren vnd fürhalten.

Damit sie aber nicht dasselbige (jrer gewonheit nach) nur eludiren / vnd verlachen / oder fürgeben / es sey schon verantwortet: so setzen wir alhie nicht vnbillig die 63. thesin dazu / vnd begeren von jhnen / so fern sie jhrer Sache keine schewe tragen / das sie die Jesuiten mit gnugsamen gründen widerlegen. Als denn wirds vnsert halben kein noth haben / denn wir der Warheit jederzeit raum zu geben erböttigk sind.

Folget derwegen / wie die Jesuiten ferner / beides D. Jacobo Andreae / vnd den Herrn Verfassern der Erfurdischen Apologien vff jre ausflüchte antworten. Denn also lauten daselbst ferner jre wort: Ad hanc probationem firmissimam nihil planè habent, quod probabiliter respondeant. the. VViteb. 175.Iacobus Andreas primam propositionem concedit, de sumtione tacet. Id tantùm annotat de proprietate aeternitatis; humanitatem quidem Christi ab aeterno non fuisse; thes. 124. 125. Dan. 7.potestatem tamen illi communicatam aeternam esse, & ab aeterno fuisse, secundum illud Danielis: Potestas eius potestas aeterna, quae non auferetur.

At architecti Apol. Concord. Kirchnerus, Selneccerus, & Chemnitius, cernentes in hoc argumento esse digitum DEI, ingenuè fatentur, non omnes proprietates Apolog. cap. 3. fol. 56. 60.Diuinitatis humanitati esse communicatas, vt aeternitatem, infinitatem, & quod sit Spiritus; tùm quia diuina Scriptura has proprietates illi non attribuit; tùm quia sequeretur alioquin, humanitatem non in tempore, sed ab omni aeternitate à persona Verbi assumtam fuisse.

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[374/0376] quitarios, thes. 62. mit deutlichen worten / die wir droben bey vnserm siebenzehenden argument / pag. 193. erzehlet haben / obijciren vnd fürhalten. Damit sie aber nicht dasselbige (jrer gewonheit nach) nur eludiren / vnd verlachen / oder fürgeben / es sey schon verantwortet: so setzen wir alhie nicht vnbillig die 63. thesin dazu / vnd begeren von jhnen / so fern sie jhrer Sache keine schewe tragen / das sie die Jesuiten mit gnugsamen gründen widerlegen. Als denn wirds vnsert halben kein noth haben / denn wir der Warheit jederzeit raum zu geben erböttigk sind. Folget derwegen / wie die Jesuiten ferner / beides D. Jacobo Andreae / vnd den Herrn Verfassern der Erfurdischen Apologien vff jre ausflüchte antworten. Denn also lauten daselbst ferner jre wort: Ad hanc probationem firmissimam nihil planè habent, quod probabiliter respondeant. Iacobus Andreas primam propositionem concedit, de sumtione tacet. Id tantùm annotat de proprietate aeternitatis; humanitatem quidem Christi ab aeterno non fuisse; potestatem tamen illi communicatam aeternam esse, & ab aeterno fuisse, secundum illud Danielis: Potestas eius potestas aeterna, quae non auferetur. the. VViteb. 175. thes. 124. 125. Dan. 7. At architecti Apol. Concord. Kirchnerus, Selneccerus, & Chemnitius, cernentes in hoc argumento esse digitum DEI, ingenuè fatentur, non omnes proprietates Diuinitatis humanitati esse communicatas, vt aeternitatem, infinitatem, & quod sit Spiritus; tùm quia diuina Scriptura has proprietates illi non attribuit; tùm quia sequeretur alioquin, humanitatem non in tempore, sed ab omni aeternitate à persona Verbi assumtam fuisse. Apolog. cap. 3. fol. 56. 60.

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Zitationshilfe: [N. N.]: Wahrhaftige Erklärung des hohen trostreichen Artikels von der Person, Amt, und Majestät unseres lieben Herrn und Heilandes Jesu Christi, Gottes und Marien Sohn. Zerbst, 1586, S. 374. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/nn_erklaerung_1586/376>, abgerufen am 01.06.2024.