[N. N.]: Neuer Lust- und Lehrreicher Schau-Platz. Nürnberg, 1685.an. Mit dem Haselhuhne hat er eine verborgene Verwandschafft/ und führet mit dem Adler/ Geyer/ Schlangen / Tieger/ Widder und Fuchse eine besondere Antipathi. Wann er scharf hören will/ recket er seine Ohren empor/ so er aber dieselben fallen lässet / soll er fast taub seyn. Sobald die Saat herfür kömmt/ wirfft er seine Hörner ab/ und verkreucht sich so lange/ bis sie ihm wieder gewachsen. Plinius will/ daß er das rechte Horn/ weil daraus die beste Arzeney würde/ verberge / und wann er geschnitten/ falle ihm kein Horn ab/ würde er aber geschnitten/ wann er noch keines hätte/ wüchse ihm auch keines. Wann die Hindin acht Monat trächtig/ so setzte sie nicht eben in den dikesten Wäldern/ sondern an solche Oerter/ da sie vermeinte für den andern wilden Thieren sicher zu seyn: So das Kalb ein Jahr/ wachsen ihm an der Stirne 2. kleine Beulen/ und hernacher 2. einfache Hörner mit Haut und Haren überzogen/ in 3. Jahren bekömmt es ein Geweide mit 3. Enden / und so fort. Alter. Plinius. Der Hirsch soll sein Alter auf viel Jahr lang bringen/ gestalt man erfahren/ das Einer dasselbe auf 85. Jahr gebracht. Denn nachdem Alexander Magnus etliche junge Hirsch Kälber auf fangen / ihnen güldene Halsbänder anlegen/ und sie hierauf mit dieser Uberschrifft wieder lauffen lassen: Lieber Jäger/ laß mich leben/ Alexander hat mich frey gegeben; So Columella. hat man bey ihnen die Zeit und das Alter am Halse gefunden. König Agathocles soll gleicher Gestalt einen Hirsch bekommen haben/ dessen Leib er in dem Tempel Jovis aufgeopfert/ das Hals Band aber der Göttin Dianae Nicolaus Perottus in Cornu Copiae. AElianus. Plinius. zugeeignet. Der Hirsch soll auch vornemlich eine besondere Lust an der Pfeiffe/ und Stimme des Menschen haben/ und wird dahero ein Vorbild der Heuchler und Schmeichler genannt: Denn gleich wie er von der Music und Lieblichkeit der Stimme betrogen wird. Also ergehet es auch grossen Herren von ihren Fuchsschwänzern / die sie bey Hofe auferziehen/ und von ihnen sich zu weit Wie er und seines gleichen über das Wasser schwimmen. Plinius. verleiten lassen. Ein Stücke der sonderbaren Einigkeit merket man dahero an diesem Geschlechte/ indem/ wann dieselbe über eine See schwimmen wollen/ sie einen voran schicken/ auf dessen Rücken der ander seinen Kopf aufleget/ sie fahren aber nicht geraden Weges dem Gestade zu / sondern dem Geruche nach: Die Läuffte dienen ihnen an statt der Ruder/ und ihre Hörner an statt des Segels/ ehe sie sich aber in das Wasser begeben/ nehmen sie den Wind/ und die Ungestümigkeit des Meeres wohl in acht. Denn sie werden sich niemahls/ wie die Erfahrung bezeuget/ zu schwimmen unterstehen Gesnerus/ wann nicht das Meer ruhig und stille. Vom Könige Mithridate in Ponto erzehlet man/ daß wann er sich zur Ruhe gelegt/ er sich nicht allein von seiner Guardie/ sondern auch von einem Stiere / Rosse und Hirsche bewachen lassen/ also daß wann sich iemand herbeygenahet/ der Stier gebrummet/ unterschiedene Arten. das Roß gewiehert/ und der Hirsch zu brüllen angefangen. Es sind aber der Hirsche unterschiedene Arten/ so man Brocardos oder Spieß-Hirsche / Tragolaphos, Brand- oder Bock-Hirsche/ weil sie um dem Hals etwas zotig / Cervos palmatos, Palmen-Hirsche/ Damas, Dam-Hirsche/ und Hipolachos Gesnerus o[unleserliches Material] Pferde-Hirsche/ nennet. Die Spieß-Hirsche führen dahero den Aldrovandus. Namen / weil ihr Geweide niemahls keine Enden bekommen. Der Brand-Hirsch wird deßwegen Tragolaph[unleserliches Material] genennet/ alldieweil er einem Hirsch und Bock auf gewisse Mase gleichet: Des Palmen-Hirsches sein Geweide ist nicht allein oben / sondern auch unten in viel Spitzen zertheilet/ und vergleichet sich einer Hand mit ausgespannten Fingern. Der Dam-Hirsch ist [unleserliches Material] Natur und Eigenschafft seines Fleisches mit dem Gemse nicht ungleich: Die Griechen nennen ihn Platyceros; In den Fürstl. Thier-Gärten findet man derer/ und zwar insonderheit der weissen eine grosse Menge: Die Pferde-Hirsche/ so ein fremdes Wild/ und mit dem Kopfe einem Pferde gleichen/ soll an. Mit dem Haselhuhne hat er eine verborgene Verwandschafft/ und führet mit dem Adler/ Geyer/ Schlangen / Tieger/ Widder und Fuchse eine besondere Antipathi. Wañ er scharf hören will/ recket er seine Ohren empor/ so er aber dieselben fallen lässet / soll er fast taub seyn. Sobald die Saat herfür köm̃t/ wirfft er seine Hörner ab/ und verkreucht sich so lange/ bis sie ihm wieder gewachsen. Plinius will/ daß er das rechte Horn/ weil daraus die beste Arzeney würde/ verberge / und wañ er geschnitten/ falle ihm kein Horn ab/ würde er aber geschnitten/ wann er noch keines hätte/ wüchse ihm auch keines. Wañ die Hindin acht Monat trächtig/ so setzte sie nicht eben in dẽ dikesten Wäldern/ sondern an solche Oerter/ da sie vermeinte für den andern wilden Thieren sicher zu seyn: So das Kalb ein Jahr/ wachsen ihm an der Stirne 2. kleine Beulen/ uñ hernacher 2. einfache Hörner mit Haut uñ Haren überzogen/ in 3. Jahren beköm̃t es ein Geweide mit 3. Enden / uñ so fort. Alter. Plinius. Der Hirsch soll sein Alter auf viel Jahr lang bringen/ gestalt man erfahren/ das Einer dasselbe auf 85. Jahr gebracht. Denn nachdem Alexander Magnus etliche junge Hirsch Kälber auf fangen / ihnen güldene Halsbänder anlegen/ und sie hierauf mit dieser Uberschrifft wieder lauffen lassen: Lieber Jäger/ laß mich leben/ Alexander hat mich frey gegeben; So Columella. hat man bey ihnen die Zeit und das Alter am Halse gefunden. König Agathocles soll gleicher Gestalt einen Hirsch bekom̃en haben/ dessen Leib er in dem Tempel Jovis aufgeopfert/ das Hals Band aber der Göttin Dianae Nicolaus Perottus in Cornu Copiae. AElianus. Plinius. zugeeignet. Der Hirsch soll auch vornemlich eine besondere Lust an der Pfeiffe/ und Stim̃e des Menschen haben/ und wird dahero ein Vorbild der Heuchler und Schmeichler genañt: Deñ gleich wie er von der Music und Lieblichkeit der Stim̃e betrogen wird. Also ergehet es auch grossen Herren von ihren Fuchsschwänzern / die sie bey Hofe auferziehen/ uñ von ihnen sich zu weit Wie er uñ seines gleichen über das Wasser schwimmen. Plinius. verleiten lassen. Ein Stücke der sonderbaren Einigkeit merket man dahero an diesem Geschlechte/ indem/ wann dieselbe über eine See schwim̃en wollen/ sie einen voran schicken/ auf dessen Rücken der ander seinen Kopf aufleget/ sie fahren aber nicht geraden Weges dem Gestade zu / sondern dem Geruche nach: Die Läuffte dienen ihnen an statt der Ruder/ und ihre Hörner an statt des Segels/ ehe sie sich aber in das Wasser begeben/ nehmen sie den Wind/ und die Ungestümigkeit des Meeres wohl in acht. Denn sie werden sich niemahls/ wie die Erfahrung bezeuget/ zu schwimmen unterstehen Gesnerus/ wann nicht das Meer ruhig und stille. Vom Könige Mithridate in Ponto erzehlet man/ daß wañ er sich zur Ruhe gelegt/ er sich nicht allein von seiner Guardie/ sondern auch von einem Stiere / Rosse und Hirsche bewachen lassen/ also daß wañ sich iemand herbeygenahet/ der Stier gebrum̃et/ unterschiedene Arten. das Roß gewiehert/ und der Hirsch zu brüllen angefangen. Es sind aber der Hirsche unterschiedene Arten/ so man Brocardos oder Spieß-Hirsche / Tragolaphos, Brand- oder Bock-Hirsche/ weil sie um dem Hals etwas zotig / Cervos palmatos, Palmen-Hirsche/ Damas, Dam-Hirsche/ und Hipolachos Gesnerus o[unleserliches Material] Pferde-Hirsche/ neñet. Die Spieß-Hirsche führen dahero den Aldrovandus. Namen / weil ihr Geweide niemahls keine Enden bekom̃en. Der Brand-Hirsch wird deßwegen Tragolaph[unleserliches Material] geneñet/ alldieweil er einem Hirsch und Bock auf gewisse Mase gleichet: Des Palmen-Hirsches sein Geweide ist nicht allein oben / sondern auch unten in viel Spitzen zertheilet/ und vergleichet sich einer Hand mit ausgespañten Fingern. Der Dam-Hirsch ist [unleserliches Material] Natur und Eigenschafft seines Fleisches mit dem Gemse nicht ungleich: Die Griechen nennen ihn Platyceros; In den Fürstl. Thier-Gärten findet man derer/ und zwar insonderheit der weissen eine grosse Menge: Die Pferde-Hirsche/ so ein fremdes Wild/ und mit dem Kopfe einem Pferde gleichẽ/ soll <TEI> <text> <body> <div> <p><pb facs="#f0260" n="230"/> an. Mit dem Haselhuhne hat er eine verborgene Verwandschafft/ und führet mit dem Adler/ Geyer/ Schlangen / Tieger/ Widder und Fuchse eine besondere Antipathi. Wañ er scharf hören will/ recket er seine Ohren empor/ so er aber dieselben fallen lässet / soll er fast taub seyn. Sobald die Saat herfür köm̃t/ wirfft er seine Hörner ab/ und verkreucht sich so lange/ bis sie ihm wieder gewachsen. Plinius will/ daß er das rechte Horn/ weil daraus die beste Arzeney würde/ verberge / und wañ er geschnitten/ falle ihm kein Horn ab/ würde er aber geschnitten/ wann er noch keines hätte/ wüchse ihm auch keines. Wañ die Hindin acht Monat trächtig/ so setzte sie nicht eben in dẽ dikesten Wäldern/ sondern an solche Oerter/ da sie vermeinte für den andern wilden Thieren sicher zu seyn: So das Kalb ein Jahr/ wachsen ihm an der Stirne 2. kleine Beulen/ uñ hernacher 2. einfache Hörner mit Haut uñ Haren überzogen/ in 3. Jahren beköm̃t es ein Geweide mit 3. Enden / uñ so fort.</p> <p><note place="left">Alter. Plinius.</note> Der Hirsch soll sein Alter auf viel Jahr lang bringen/ gestalt man erfahren/ das Einer dasselbe auf 85. Jahr gebracht. Denn nachdem Alexander Magnus etliche junge Hirsch Kälber auf fangen / ihnen güldene Halsbänder anlegen/ und sie hierauf mit dieser Uberschrifft wieder lauffen lassen: Lieber Jäger/ laß mich leben/ Alexander hat mich frey gegeben; So <note place="left">Columella.</note> hat man bey ihnen die Zeit und das Alter am Halse gefunden. König Agathocles soll gleicher Gestalt einen Hirsch bekom̃en haben/ dessen Leib er in dem Tempel Jovis aufgeopfert/ das Hals Band aber der Göttin Dianae <note place="left">Nicolaus Perottus in Cornu Copiae. AElianus. Plinius.</note> zugeeignet. Der Hirsch soll auch vornemlich eine besondere Lust an der Pfeiffe/ und Stim̃e des Menschen haben/ und wird dahero ein Vorbild der Heuchler und Schmeichler genañt: Deñ gleich wie er von der Music und Lieblichkeit der Stim̃e betrogen wird. Also ergehet es auch grossen Herren von ihren Fuchsschwänzern / die sie bey Hofe auferziehen/ uñ von ihnen sich zu weit <note place="left">Wie er uñ seines gleichen über das Wasser schwimmen. Plinius.</note> verleiten lassen. Ein Stücke der sonderbaren Einigkeit merket man dahero an diesem Geschlechte/ indem/ wann dieselbe über eine See schwim̃en wollen/ sie einen voran schicken/ auf dessen Rücken der ander seinen Kopf aufleget/ sie fahren aber nicht geraden Weges dem Gestade zu / sondern dem Geruche nach: Die Läuffte dienen ihnen an statt der Ruder/ und ihre Hörner an statt des Segels/ ehe sie sich aber in das Wasser begeben/ nehmen sie den Wind/ und die Ungestümigkeit des Meeres wohl in acht. Denn sie werden sich niemahls/ wie die Erfahrung bezeuget/ zu schwimmen unterstehen <note place="left">Gesnerus</note>/ wann nicht das Meer ruhig und stille. Vom Könige Mithridate in Ponto erzehlet man/ daß wañ er sich zur Ruhe gelegt/ er sich nicht allein von seiner Guardie/ sondern auch von einem Stiere / Rosse und Hirsche bewachen lassen/ also daß wañ sich iemand herbeygenahet/ der Stier gebrum̃et/ <note place="left">unterschiedene Arten.</note> das Roß gewiehert/ und der Hirsch zu brüllen angefangen. Es sind aber der Hirsche unterschiedene Arten/ so man Brocardos oder Spieß-Hirsche / Tragolaphos, Brand- oder Bock-Hirsche/ weil sie um dem Hals etwas zotig / Cervos palmatos, Palmen-Hirsche/ Damas, Dam-Hirsche/ und Hipolachos <note place="left">Gesnerus</note> o<gap reason="illegible"/> Pferde-Hirsche/ neñet. Die Spieß-Hirsche führen dahero den <note place="left">Aldrovandus.</note> Namen / weil ihr Geweide niemahls keine Enden bekom̃en. Der Brand-Hirsch wird deßwegen Tragolaph<gap reason="illegible"/> geneñet/ alldieweil er einem Hirsch und Bock auf gewisse Mase gleichet: Des Palmen-Hirsches sein Geweide ist nicht allein oben / sondern auch unten in viel Spitzen zertheilet/ und vergleichet sich einer Hand mit ausgespañten Fingern. Der Dam-Hirsch ist <gap reason="illegible"/> Natur und Eigenschafft seines Fleisches mit dem Gemse nicht ungleich: Die Griechen nennen ihn Platyceros; In den Fürstl. Thier-Gärten findet man derer/ und zwar insonderheit der weissen eine grosse Menge: Die Pferde-Hirsche/ so ein fremdes Wild/ und mit dem Kopfe einem Pferde gleichẽ/ soll </p> </div> </body> </text> </TEI> [230/0260]
an. Mit dem Haselhuhne hat er eine verborgene Verwandschafft/ und führet mit dem Adler/ Geyer/ Schlangen / Tieger/ Widder und Fuchse eine besondere Antipathi. Wañ er scharf hören will/ recket er seine Ohren empor/ so er aber dieselben fallen lässet / soll er fast taub seyn. Sobald die Saat herfür köm̃t/ wirfft er seine Hörner ab/ und verkreucht sich so lange/ bis sie ihm wieder gewachsen. Plinius will/ daß er das rechte Horn/ weil daraus die beste Arzeney würde/ verberge / und wañ er geschnitten/ falle ihm kein Horn ab/ würde er aber geschnitten/ wann er noch keines hätte/ wüchse ihm auch keines. Wañ die Hindin acht Monat trächtig/ so setzte sie nicht eben in dẽ dikesten Wäldern/ sondern an solche Oerter/ da sie vermeinte für den andern wilden Thieren sicher zu seyn: So das Kalb ein Jahr/ wachsen ihm an der Stirne 2. kleine Beulen/ uñ hernacher 2. einfache Hörner mit Haut uñ Haren überzogen/ in 3. Jahren beköm̃t es ein Geweide mit 3. Enden / uñ so fort.
Der Hirsch soll sein Alter auf viel Jahr lang bringen/ gestalt man erfahren/ das Einer dasselbe auf 85. Jahr gebracht. Denn nachdem Alexander Magnus etliche junge Hirsch Kälber auf fangen / ihnen güldene Halsbänder anlegen/ und sie hierauf mit dieser Uberschrifft wieder lauffen lassen: Lieber Jäger/ laß mich leben/ Alexander hat mich frey gegeben; So hat man bey ihnen die Zeit und das Alter am Halse gefunden. König Agathocles soll gleicher Gestalt einen Hirsch bekom̃en haben/ dessen Leib er in dem Tempel Jovis aufgeopfert/ das Hals Band aber der Göttin Dianae zugeeignet. Der Hirsch soll auch vornemlich eine besondere Lust an der Pfeiffe/ und Stim̃e des Menschen haben/ und wird dahero ein Vorbild der Heuchler und Schmeichler genañt: Deñ gleich wie er von der Music und Lieblichkeit der Stim̃e betrogen wird. Also ergehet es auch grossen Herren von ihren Fuchsschwänzern / die sie bey Hofe auferziehen/ uñ von ihnen sich zu weit verleiten lassen. Ein Stücke der sonderbaren Einigkeit merket man dahero an diesem Geschlechte/ indem/ wann dieselbe über eine See schwim̃en wollen/ sie einen voran schicken/ auf dessen Rücken der ander seinen Kopf aufleget/ sie fahren aber nicht geraden Weges dem Gestade zu / sondern dem Geruche nach: Die Läuffte dienen ihnen an statt der Ruder/ und ihre Hörner an statt des Segels/ ehe sie sich aber in das Wasser begeben/ nehmen sie den Wind/ und die Ungestümigkeit des Meeres wohl in acht. Denn sie werden sich niemahls/ wie die Erfahrung bezeuget/ zu schwimmen unterstehen / wann nicht das Meer ruhig und stille. Vom Könige Mithridate in Ponto erzehlet man/ daß wañ er sich zur Ruhe gelegt/ er sich nicht allein von seiner Guardie/ sondern auch von einem Stiere / Rosse und Hirsche bewachen lassen/ also daß wañ sich iemand herbeygenahet/ der Stier gebrum̃et/ das Roß gewiehert/ und der Hirsch zu brüllen angefangen. Es sind aber der Hirsche unterschiedene Arten/ so man Brocardos oder Spieß-Hirsche / Tragolaphos, Brand- oder Bock-Hirsche/ weil sie um dem Hals etwas zotig / Cervos palmatos, Palmen-Hirsche/ Damas, Dam-Hirsche/ und Hipolachos o_ Pferde-Hirsche/ neñet. Die Spieß-Hirsche führen dahero den Namen / weil ihr Geweide niemahls keine Enden bekom̃en. Der Brand-Hirsch wird deßwegen Tragolaph_ geneñet/ alldieweil er einem Hirsch und Bock auf gewisse Mase gleichet: Des Palmen-Hirsches sein Geweide ist nicht allein oben / sondern auch unten in viel Spitzen zertheilet/ und vergleichet sich einer Hand mit ausgespañten Fingern. Der Dam-Hirsch ist _ Natur und Eigenschafft seines Fleisches mit dem Gemse nicht ungleich: Die Griechen nennen ihn Platyceros; In den Fürstl. Thier-Gärten findet man derer/ und zwar insonderheit der weissen eine grosse Menge: Die Pferde-Hirsche/ so ein fremdes Wild/ und mit dem Kopfe einem Pferde gleichẽ/ soll
Alter. Plinius.
Columella.
Nicolaus Perottus in Cornu Copiae. AElianus. Plinius.
Wie er uñ seines gleichen über das Wasser schwimmen. Plinius.
Gesnerus
unterschiedene Arten.
Gesnerus
Aldrovandus.
Suche im WerkInformationen zum Werk
Download dieses Werks
XML (TEI P5) ·
HTML ·
Text Metadaten zum WerkTEI-Header · CMDI · Dublin Core Ansichten dieser Seite
Voyant Tools ?Language Resource Switchboard?FeedbackSie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden. Kommentar zur DTA-AusgabeDieses Werk wurde im Rahmen des Moduls DTA-Erweiterungen (DTAE) digitalisiert. Weitere Informationen … Theatrum-Literatur der Frühen Neuzeit: Bereitstellung der Texttranskription und Auszeichnung in XML/TEI.
(2013-11-26T12:54:31Z)
Bitte beachten Sie, dass die aktuelle Transkription (und Textauszeichnung) mittlerweile nicht mehr dem Stand zum Zeitpunkt der Übernahme entsprechen muss.
Wolfenbütteler Digitale Bibliothek: Bereitstellung der Bilddigitalisate
(2013-11-26T12:54:31Z)
Arne Binder: Konvertierung nach XML gemäß DTA-Basisformat, Tagging der Titelblätter, Korrekturen der Transkription.
(2013-11-26T12:54:31Z)
Weitere Informationen:Anmerkungen zur Transkription:
|
Insbesondere im Hinblick auf die §§ 86a StGB und 130 StGB wird festgestellt, dass die auf diesen Seiten abgebildeten Inhalte weder in irgendeiner Form propagandistischen Zwecken dienen, oder Werbung für verbotene Organisationen oder Vereinigungen darstellen, oder nationalsozialistische Verbrechen leugnen oder verharmlosen, noch zum Zwecke der Herabwürdigung der Menschenwürde gezeigt werden. Die auf diesen Seiten abgebildeten Inhalte (in Wort und Bild) dienen im Sinne des § 86 StGB Abs. 3 ausschließlich historischen, sozial- oder kulturwissenschaftlichen Forschungszwecken. Ihre Veröffentlichung erfolgt in der Absicht, Wissen zur Anregung der intellektuellen Selbstständigkeit und Verantwortungsbereitschaft des Staatsbürgers zu vermitteln und damit der Förderung seiner Mündigkeit zu dienen.
2007–2024 Deutsches Textarchiv, Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften.
Kontakt: redaktion(at)deutschestextarchiv.de. |