Richter, Christoph Philipp: Spectaculum Historicum. Historisches Schauspiel. Jena, 1661.LXIV. Ein anders dergleichen. EIn Geitzhals/ als er itzo seinen Geist solte auffgeben/ ließ ihm ein grosses Becken voller Goldstücken bringen. Er baht sie/ sie wolten ihm doch helffen / und das Leben verlängern/ sintemahl er sie mehr als sich selbsten geliebet hätte: Und bey allen Stössen sagete er mit tieffer Stimme zu diesen schönen Göttern ohne Ohren und ohne Leben: Ach! wem werde ich euch nun lassen! Poggius Florentinus in dem Discurs vom Geitz. LXV. Enthaltnüß vom Essen und Trincken. CArdanus erzehlet/ es wäre ein Melancholischer unsinniger Schottländer viertzig Tage lang im Thurm zu Londen gefangen gehalten worden/ und habe keine Speise genossen: Hernach sey seine erste Mahlzeit gewesen Milch/ derer er sich zur Speise und Tranck bedienet. Libr. 8. de variet. rer. cap. 43. LXIV. Ein anders dergleichen. EIn Geitzhals/ als er itzo seinen Geist solte auffgeben/ ließ ihm ein grosses Becken voller Goldstücken bringen. Er baht sie/ sie wolten ihm doch helffen / und das Leben verlängern/ sintemahl er sie mehr als sich selbsten geliebet hätte: Und bey allen Stössen sagete er mit tieffer Stimme zu diesen schönen Göttern ohne Ohren und ohne Leben: Ach! wem werde ich euch nun lassen! Poggius Florentinus in dem Discurs vom Geitz. LXV. Enthaltnüß vom Essen und Trincken. CArdanus erzehlet/ es wäre ein Melancholischer unsinniger Schottländer viertzig Tage lang im Thurm zu Londen gefangen gehalten worden/ und habe keine Speise genossen: Hernach sey seine erste Mahlzeit gewesen Milch/ derer er sich zur Speise und Tranck bedienet. Libr. 8. de variet. rer. cap. 43. <TEI> <text> <body> <div> <pb facs="#f0528" n="504"/> <p>LXIV.</p> <p>Ein anders dergleichen.</p> <p>EIn Geitzhals/ als er itzo seinen Geist solte auffgeben/ ließ ihm ein grosses Becken voller Goldstücken bringen. Er baht sie/ sie wolten ihm doch helffen / und das Leben verlängern/ sintemahl er sie mehr als sich selbsten geliebet hätte: Und bey allen Stössen sagete er mit tieffer Stimme zu diesen schönen Göttern ohne Ohren und ohne Leben: Ach! wem werde ich euch nun lassen!</p> <p>Poggius Florentinus in dem Discurs vom Geitz.</p> <p>LXV.</p> <p>Enthaltnüß vom Essen und Trincken.</p> <p>CArdanus erzehlet/ es wäre ein Melancholischer unsinniger Schottländer viertzig Tage lang im Thurm zu Londen gefangen gehalten worden/ und habe keine Speise genossen: Hernach sey seine erste Mahlzeit gewesen Milch/ derer er sich zur Speise und Tranck bedienet. Libr. 8. de variet. rer. cap. 43.</p> </div> </body> </text> </TEI> [504/0528]
LXIV.
Ein anders dergleichen.
EIn Geitzhals/ als er itzo seinen Geist solte auffgeben/ ließ ihm ein grosses Becken voller Goldstücken bringen. Er baht sie/ sie wolten ihm doch helffen / und das Leben verlängern/ sintemahl er sie mehr als sich selbsten geliebet hätte: Und bey allen Stössen sagete er mit tieffer Stimme zu diesen schönen Göttern ohne Ohren und ohne Leben: Ach! wem werde ich euch nun lassen!
Poggius Florentinus in dem Discurs vom Geitz.
LXV.
Enthaltnüß vom Essen und Trincken.
CArdanus erzehlet/ es wäre ein Melancholischer unsinniger Schottländer viertzig Tage lang im Thurm zu Londen gefangen gehalten worden/ und habe keine Speise genossen: Hernach sey seine erste Mahlzeit gewesen Milch/ derer er sich zur Speise und Tranck bedienet. Libr. 8. de variet. rer. cap. 43.
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