Schmoller, Gustav: Zur Geschichte der deutschen Kleingewerbe im 19. Jahrhundert. Halle (Saale), 1870.2. Die württembergische Handwerkerstatistik von 1835--61 und die Folgen der Gewerbefreiheit von 1862--67. Wirthschaftliche Zustände und Gewerbegesetzgebung. Die Meister- Weiter ab von der großen Heerstraße, weniger Die Gewerbegesetzgebung wurde schon 1828 und 2. Die württembergiſche Handwerkerſtatiſtik von 1835—61 und die Folgen der Gewerbefreiheit von 1862—67. Wirthſchaftliche Zuſtände und Gewerbegeſetzgebung. Die Meiſter- Weiter ab von der großen Heerſtraße, weniger Die Gewerbegeſetzgebung wurde ſchon 1828 und <TEI> <text> <body> <div n="1"> <pb facs="#f0130" n="[108]"/> <div n="2"> <head> <hi rendition="#b">2. Die württembergiſche Handwerkerſtatiſtik von<lb/> 1835—61 und die Folgen der Gewerbefreiheit<lb/> von 1862—67.</hi> </head><lb/> <milestone rendition="#hr" unit="section"/> <argument> <p>Wirthſchaftliche Zuſtände und Gewerbegeſetzgebung. Die Meiſter-<lb/> zahlen 1835, 1852 und 1861, Abnahme derſelben. Die<lb/> Zahlen der Meiſter und Gehülfen zuſammen in denſelben<lb/> Jahren. Vergleichung von 26 wichtigen Handwerken 1852<lb/> und 62. Beendigung der Kriſis 1861. Die Handelskammer-<lb/> berichte von 1862—67 über Gewerbefreiheit; die Klein-<lb/> gewerbe in unveränderter Lage.</p> </argument><lb/> <milestone rendition="#hr" unit="section"/> <p>Weiter ab von der großen Heerſtraße, weniger<lb/> berührt von fremden Einflüſſen als Baden, liegt das<lb/> Württemberger Land; zäher, langſamer iſt der Charakter<lb/> des Stammes. Aber ſonſt ſind Lebensbedingungen, wie<lb/> wirthſchaftliche Entwicklung ähnliche. Auf engem Raume<lb/> eine dichte Bevölkerung; zahlreiche kleine Städte und<lb/> Flecken; ein zertheilter Grundbeſitz; bis in die neuere<lb/> Zeit eine mehr landwirthſchaftliche als gewerbliche Thätig-<lb/> keit; wenigſtens die Großinduſtrie hat erſt in den letzten<lb/> Jahrzehnten ſich entwickelt, in dieſen allerdings große<lb/> Fortſchritte gemacht.</p><lb/> <p>Die Gewerbegeſetzgebung wurde ſchon 1828 und<lb/> 1836 in liberalem Sinne reformirt; das Geſetz vom<lb/></p> </div> </div> </body> </text> </TEI> [[108]/0130]
2. Die württembergiſche Handwerkerſtatiſtik von
1835—61 und die Folgen der Gewerbefreiheit
von 1862—67.
Wirthſchaftliche Zuſtände und Gewerbegeſetzgebung. Die Meiſter-
zahlen 1835, 1852 und 1861, Abnahme derſelben. Die
Zahlen der Meiſter und Gehülfen zuſammen in denſelben
Jahren. Vergleichung von 26 wichtigen Handwerken 1852
und 62. Beendigung der Kriſis 1861. Die Handelskammer-
berichte von 1862—67 über Gewerbefreiheit; die Klein-
gewerbe in unveränderter Lage.
Weiter ab von der großen Heerſtraße, weniger
berührt von fremden Einflüſſen als Baden, liegt das
Württemberger Land; zäher, langſamer iſt der Charakter
des Stammes. Aber ſonſt ſind Lebensbedingungen, wie
wirthſchaftliche Entwicklung ähnliche. Auf engem Raume
eine dichte Bevölkerung; zahlreiche kleine Städte und
Flecken; ein zertheilter Grundbeſitz; bis in die neuere
Zeit eine mehr landwirthſchaftliche als gewerbliche Thätig-
keit; wenigſtens die Großinduſtrie hat erſt in den letzten
Jahrzehnten ſich entwickelt, in dieſen allerdings große
Fortſchritte gemacht.
Die Gewerbegeſetzgebung wurde ſchon 1828 und
1836 in liberalem Sinne reformirt; das Geſetz vom
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Zitationshilfe: | Schmoller, Gustav: Zur Geschichte der deutschen Kleingewerbe im 19. Jahrhundert. Halle (Saale), 1870, S. [108]. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/schmoller_kleingewerbe_1870/130>, abgerufen am 16.02.2025. |