der Uebertrager R1 und R2 sind mit s und s', die Gleichgewichts- spirale des Uebertragers R' mit s" bezeichnet. a und a' sind die Anker der beiden Uebertrager, k und k' die Contacte der- selben, durch deren Berührung mit a und a' der Strom der Local- batterie B durch die Drahtspiralen S und S' der Schreibmagnete hergestellt wird. Durch den Contact a' -- k' wird ferner eine Nebenschliessung der Batterie E, durch den Rheostat w und die zweite Spirale s" des Uebertragers I hindurch, hergestellt. Der Rheostat w wird so eingestellt, dass die Spiralen s und s" bei Stromstärke 2 gleichen und entgegengesetzten magnetisirenden Effect auf den Eisenkern des Magnetes ausüben, sich mithin bei dieser Stromstärke neutralisiren.
Beim Stromschema Fig. 12 wird dagegen die Spirale s" dauernd
[Abbildung]
Fig. 12.
von einem Strome der Batterie B durchströmt und zwar in dem- selben Sinne wie Spirale s. Wird die Leitung von Stromstärke 1 durchströmt, so wird durch gemeinschaftliche Wirkung beider Spiralen der Anker angezogen. Wird dagegen bei Stromstärke 2 auch Anker a' angezogen, so hört der Localstrom durch s" auf und der Anker a fällt ab. Stromstärke 3 zieht denselben dagegen wieder an.
Mit Hülfe eines dritten Uebertragers R3, welcher erst mit Stromstärke 3 seinen Anker anzieht, lässt sich die unzuverlässige Neutralisirung der Stromstärke 2 im Uebertrager R' durch einen Localstrom beseitigen. Fig. 13 und Fig. 14 stellen zwei derartige Stromschemas dar. Die Buchstaben haben dieselbe Bedeutung, wie oben angegeben. Berücksichtigt man, dass die starken Linien vom Linienstrome, die schwachen dagegen von Localströmen durchlaufen werden, so werden diese Stromläufe auch ohne spe- cielle Beschreibung verständlich sein. Es werde nur noch be- merkt, dass im Schema Fig. 13 die Wirkung der Stromstärke 2
der Uebertrager R1 und R2 sind mit s und s', die Gleichgewichts- spirale des Uebertragers R' mit s″ bezeichnet. a und a' sind die Anker der beiden Uebertrager, k und k' die Contacte der- selben, durch deren Berührung mit a und a' der Strom der Local- batterie B durch die Drahtspiralen S und S' der Schreibmagnete hergestellt wird. Durch den Contact a' — k' wird ferner eine Nebenschliessung der Batterie E, durch den Rheostat w und die zweite Spirale s″ des Uebertragers I hindurch, hergestellt. Der Rheostat w wird so eingestellt, dass die Spiralen s und s″ bei Stromstärke 2 gleichen und entgegengesetzten magnetisirenden Effect auf den Eisenkern des Magnetes ausüben, sich mithin bei dieser Stromstärke neutralisiren.
Beim Stromschema Fig. 12 wird dagegen die Spirale s″ dauernd
[Abbildung]
Fig. 12.
von einem Strome der Batterie B durchströmt und zwar in dem- selben Sinne wie Spirale s. Wird die Leitung von Stromstärke 1 durchströmt, so wird durch gemeinschaftliche Wirkung beider Spiralen der Anker angezogen. Wird dagegen bei Stromstärke 2 auch Anker a' angezogen, so hört der Localstrom durch s″ auf und der Anker a fällt ab. Stromstärke 3 zieht denselben dagegen wieder an.
Mit Hülfe eines dritten Uebertragers R3, welcher erst mit Stromstärke 3 seinen Anker anzieht, lässt sich die unzuverlässige Neutralisirung der Stromstärke 2 im Uebertrager R' durch einen Localstrom beseitigen. Fig. 13 und Fig. 14 stellen zwei derartige Stromschemas dar. Die Buchstaben haben dieselbe Bedeutung, wie oben angegeben. Berücksichtigt man, dass die starken Linien vom Linienstrome, die schwachen dagegen von Localströmen durchlaufen werden, so werden diese Stromläufe auch ohne spe- cielle Beschreibung verständlich sein. Es werde nur noch be- merkt, dass im Schema Fig. 13 die Wirkung der Stromstärke 2
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der Uebertrager R1 und R2 sind mit s und s', die Gleichgewichts-
spirale des Uebertragers R' mit s″ bezeichnet. a und a' sind
die Anker der beiden Uebertrager, k und k' die Contacte der-
selben, durch deren Berührung mit a und a' der Strom der Local-
batterie B durch die Drahtspiralen S und S' der Schreibmagnete
hergestellt wird. Durch den Contact a' — k' wird ferner eine
Nebenschliessung der Batterie E, durch den Rheostat w und die
zweite Spirale s″ des Uebertragers I hindurch, hergestellt. Der
Rheostat w wird so eingestellt, dass die Spiralen s und s″ bei
Stromstärke 2 gleichen und entgegengesetzten magnetisirenden
Effect auf den Eisenkern des Magnetes ausüben, sich mithin bei
dieser Stromstärke neutralisiren.
Beim Stromschema Fig. 12 wird dagegen die Spirale s″ dauernd
[Abbildung Fig. 12.]
von einem Strome der Batterie B durchströmt und zwar in dem-
selben Sinne wie Spirale s. Wird die Leitung von Stromstärke 1
durchströmt, so wird durch gemeinschaftliche Wirkung beider
Spiralen der Anker angezogen. Wird dagegen bei Stromstärke 2
auch Anker a' angezogen, so hört der Localstrom durch s″ auf
und der Anker a fällt ab. Stromstärke 3 zieht denselben dagegen
wieder an.
Mit Hülfe eines dritten Uebertragers R3, welcher erst mit
Stromstärke 3 seinen Anker anzieht, lässt sich die unzuverlässige
Neutralisirung der Stromstärke 2 im Uebertrager R' durch einen
Localstrom beseitigen. Fig. 13 und Fig. 14 stellen zwei derartige
Stromschemas dar. Die Buchstaben haben dieselbe Bedeutung,
wie oben angegeben. Berücksichtigt man, dass die starken Linien
vom Linienstrome, die schwachen dagegen von Localströmen
durchlaufen werden, so werden diese Stromläufe auch ohne spe-
cielle Beschreibung verständlich sein. Es werde nur noch be-
merkt, dass im Schema Fig. 13 die Wirkung der Stromstärke 2
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Siemens, Werner von: Gesammelte Abhandlungen und Vorträge. Berlin, 1881, S. 127. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/siemens_abhandlungen_1881/145>, abgerufen am 21.11.2024.
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