einen Endpunkte einer schattenwerfenden Linie anfangen, der- jenige Punkt in der verlängerten Ebene, welche diesen Streif- schatten aufnimmt, in welchen die von dem Lichte auf dieselbe gefällte Senkrechte diese trifft. Die Länge des Streifschattens wird durch die gerade Linie bestimmt, welche von dem Lichte selbst durch den andern Endpunkt der schattenwerfenden Linie gezogen und bis zur Durchschneidung des Streifschattens ver- längert wird. Hier ist CB der Streifschatten, dessen Ver- schwindungspunkt der Fuss T der Sonne S ist.
Aufgabe 62.
Der Schlagschatten, welchen der vor- springende Thurm GFE auf die Mauer DGe und den Grund wirft, soll gezeichnet werden. Fig. 33.
Auflösung. Man ziehe von S die Horizontale Ss bis zur Durchschneidung der Hauptlothrechten, dann ist s die senkrechte Projektion der Sonne auf die verlängerte Ebene der Mauer DGe. Von s ziehe man eine Gerade sG und verlän- gere dieselbe über G hinaus. Dann ziehe man von S die Linie SF, deren Verlängerung jene erstere in f schneidet; dieser Punkt ist das Ende des Streifschattens Gf, oder der Schatten des Punktes F. Da nun FE parallel mit der Mauer DGe ist, so muss auch der Schlagschatten jener Kante mit dieser pa- rallel sein, also von f senkrecht herabgehen.
Dieser Schatten fe wird die Grundlinie der Mauer ey in demselben Punkte treffen, in welchem die verlängerte Gerade von T durch E, welche den Streifschatten Ee auf dem Boden angiebt, dieselbe schneidet.
Aufgabe 63.
Den Schlagschatten der Mauer KHN und des Thurmes QOR zu zeichnen. Fig. 33.
Auflösung ähnlich der vorigen, nur dass alle Streif- schatten auf dem horizontalen Grunde sich befinden und also in T ihren Verschwindungspunkt haben.
Rücksichtlich des Thurmes muss man dessen Standort
einen Endpunkte einer schattenwerfenden Linie anfangen, der- jenige Punkt in der verlängerten Ebene, welche diesen Streif- schatten aufnimmt, in welchen die von dem Lichte auf dieselbe gefällte Senkrechte diese trifft. Die Länge des Streifschattens wird durch die gerade Linie bestimmt, welche von dem Lichte selbst durch den andern Endpunkt der schattenwerfenden Linie gezogen und bis zur Durchschneidung des Streifschattens ver- längert wird. Hier ist CB der Streifschatten, dessen Ver- schwindungspunkt der Fuss T der Sonne S ist.
Aufgabe 62.
Der Schlagschatten, welchen der vor- springende Thurm GFE auf die Mauer DGe und den Grund wirft, soll gezeichnet werden. Fig. 33.
Auflösung. Man ziehe von S die Horizontale Ss bis zur Durchschneidung der Hauptlothrechten, dann ist s die senkrechte Projektion der Sonne auf die verlängerte Ebene der Mauer DGe. Von s ziehe man eine Gerade sG und verlän- gere dieselbe über G hinaus. Dann ziehe man von S die Linie SF, deren Verlängerung jene erstere in f schneidet; dieser Punkt ist das Ende des Streifschattens Gf, oder der Schatten des Punktes F. Da nun FE parallel mit der Mauer DGe ist, so muss auch der Schlagschatten jener Kante mit dieser pa- rallel sein, also von f senkrecht herabgehen.
Dieser Schatten fe wird die Grundlinie der Mauer ey in demselben Punkte treffen, in welchem die verlängerte Gerade von T durch E, welche den Streifschatten Ee auf dem Boden angiebt, dieselbe schneidet.
Aufgabe 63.
Den Schlagschatten der Mauer KHN und des Thurmes QOR zu zeichnen. Fig. 33.
Auflösung ähnlich der vorigen, nur dass alle Streif- schatten auf dem horizontalen Grunde sich befinden und also in T ihren Verschwindungspunkt haben.
Rücksichtlich des Thurmes muss man dessen Standort
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einen Endpunkte einer schattenwerfenden Linie anfangen, der-
jenige Punkt in der verlängerten Ebene, welche diesen Streif-
schatten aufnimmt, in welchen die von dem Lichte auf dieselbe
gefällte Senkrechte diese trifft. Die Länge des Streifschattens
wird durch die gerade Linie bestimmt, welche von dem Lichte
selbst durch den andern Endpunkt der schattenwerfenden Linie
gezogen und bis zur Durchschneidung des Streifschattens ver-
längert wird. Hier ist CB der Streifschatten, dessen Ver-
schwindungspunkt der Fuss T der Sonne S ist.
Aufgabe 62.
Der Schlagschatten, welchen der vor-
springende Thurm GFE auf die Mauer DGe und den Grund
wirft, soll gezeichnet werden. Fig. 33.
Auflösung. Man ziehe von S die Horizontale Ss bis
zur Durchschneidung der Hauptlothrechten, dann ist s die
senkrechte Projektion der Sonne auf die verlängerte Ebene der
Mauer DGe. Von s ziehe man eine Gerade sG und verlän-
gere dieselbe über G hinaus. Dann ziehe man von S die Linie
SF, deren Verlängerung jene erstere in f schneidet; dieser
Punkt ist das Ende des Streifschattens Gf, oder der Schatten
des Punktes F. Da nun FE parallel mit der Mauer DGe ist,
so muss auch der Schlagschatten jener Kante mit dieser pa-
rallel sein, also von f senkrecht herabgehen.
Dieser Schatten fe wird die Grundlinie der Mauer ey in
demselben Punkte treffen, in welchem die verlängerte Gerade
von T durch E, welche den Streifschatten Ee auf dem Boden
angiebt, dieselbe schneidet.
Aufgabe 63.
Den Schlagschatten der Mauer KHN
und des Thurmes QOR zu zeichnen. Fig. 33.
Auflösung ähnlich der vorigen, nur dass alle Streif-
schatten auf dem horizontalen Grunde sich befinden und also
in T ihren Verschwindungspunkt haben.
Rücksichtlich des Thurmes muss man dessen Standort
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Wiegmann, Rudolf: Grundzüge der Lehre von der Perspektive. Düsseldorf, 1846, S. 60. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/wiegmann_perspektive_1846/64>, abgerufen am 28.02.2025.
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