Döpler, Jacob: Theatripoenarum, Suppliciorum Et Executionum Crminalium, Oder Schau-Platzes Derer Leibes- und Lebens-Strafen. Bd. 2. Leipzig, 1697.Menoch lib. 2 A. I. Q. cas. 286. n. 1. & in addit. n. 9. Hinc illud Ovidii Odi concubitus qvi non utrinqve resolvunt. CCCXVIII. Ja GOtt selbst gebeut ausdrücklich im 3. Buch Mosis cap. 20. v. 13. Wenn jemand bey einem Knaben schläfft/ wie beym Weibe/ die haben einen Greuel gethan/ und sollen beyde des Todes sterben/ ihr Blut sey auf ihnen. Et vers. 15. Wenn jemand beym Vieh lieget/ soll des Todes sterben/ und das Vieh soll man erwürgen. Add. Exod. c. 22. v. 19. c. mulier 15. q. 1. CCCXIX. Die beyde Kayser Constantius und Constans haben gleichfals/ aus Eifer zur Justiz, ihre Rache gegen solch greulich Laster spüren lassen wollen/ wenn sie in L. cum vir nubit 31. C. ad Leg. Jul. de Adult. also befehlen: JUBEMUS INSURGERE LEGES ET ARMARI JURA GLADIO contra hujus modi facinorosos homines, qvi audent NATURAE ORDINEM PERVERTERE. CCCXX. Denn umb des willen schicket GOtt der Allerhöchste einem Lande/ drin solche Greuel getrieben werden/ Krieg/ Hunger/ Peste/ Erdbeben / Uberschwemmung der Wasser und allerhand andere Plagen zu. Cap. Cleric. de Excess. Praelat. cap ut clericorum de vit. & honest. Cleric. Novell. 77. & 141. CCCXXI. Bey den Peruvianern ist die Sodomiterey so verhasset/ daß wenn einer im Zanck den andern einen Sodomiten heisset/ er etliche Tage vor infam gehalten wird/ daß er nur das garstige Wort geredet. Sam. Puffendorf de Leg. Nat. & Gent. lib. 6. c. 1. §. 4. pag. 834. Massen denn die Sodomiten bey ihnen lebendig verbrennet werden sammt aller ihrer Habe/ Häusern/ Gütern und Vieh/ vermöge des Kaysers Gesetz der Ingarum, welches sich gantz nicht umbstossen noch erbitten lässet. Ja es musten vor diesen deswegen offt gantze Familien zu Feuer/ wo man nur den geringsten Argwohn fassen konte/ daß jemand derselben umb solchen Greuel hätte Wissenschafft getragen. Erasm. Fransisci in Neupolirten Geschicht. Kunst- und Sitten-Spiegel/ lib. 2. disc. 8. pag. 398. Menoch lib. 2 A. I. Q. cas. 286. n. 1. & in addit. n. 9. Hinc illud Ovidii Odi concubitus qvi non utrinqve resolvunt. CCCXVIII. Ja GOtt selbst gebeut ausdrücklich im 3. Buch Mosis cap. 20. v. 13. Wenn jemand bey einem Knaben schläfft/ wie beym Weibe/ die haben einen Greuel gethan/ und sollen beyde des Todes sterben/ ihr Blut sey auf ihnen. Et vers. 15. Wenn jemand beym Vieh lieget/ soll des Todes sterben/ und das Vieh soll man erwürgen. Add. Exod. c. 22. v. 19. c. mulier 15. q. 1. CCCXIX. Die beyde Kayser Constantius und Constans haben gleichfals/ aus Eifer zur Justiz, ihre Rache gegen solch greulich Laster spüren lassen wollen/ wenn sie in L. cum vir nubit 31. C. ad Leg. Jul. de Adult. also befehlen: JUBEMUS INSURGERE LEGES ET ARMARI JURA GLADIO contra hujus modi facinorosos homines, qvi audent NATURAE ORDINEM PERVERTERE. CCCXX. Denn umb des willen schicket GOtt der Allerhöchste einem Lande/ drin solche Greuel getrieben werden/ Krieg/ Hunger/ Peste/ Erdbeben / Uberschwemmung der Wasser und allerhand andere Plagen zu. Cap. Cleric. de Excess. Praelat. cap ut clericorum de vit. & honest. Cleric. Novell. 77. & 141. CCCXXI. Bey den Peruvianern ist die Sodomiterey so verhasset/ daß wenn einer im Zanck den andern einen Sodomiten heisset/ er etliche Tage vor infam gehalten wird/ daß er nur das garstige Wort geredet. Sam. Puffendorf de Leg. Nat. & Gent. lib. 6. c. 1. §. 4. pag. 834. Massen denn die Sodomiten bey ihnen lebendig verbrennet werden sammt aller ihrer Habe/ Häusern/ Gütern und Vieh/ vermöge des Kaysers Gesetz der Ingarum, welches sich gantz nicht umbstossen noch erbitten lässet. Ja es musten vor diesen deswegen offt gantze Familien zu Feuer/ wo man nur den geringsten Argwohn fassen konte/ daß jemand derselben umb solchen Greuel hätte Wissenschafft getragen. Erasm. Fransisci in Neupolirten Geschicht. Kunst- und Sitten-Spiegel/ lib. 2. disc. 8. pag. 398. <TEI> <text> <body> <div> <pb facs="#f0156" n="146"/> <l>Menoch lib. 2 A. I. Q. cas. 286. n. 1. & in addit. n. 9.</l> <l>Hinc illud Ovidii</l> <l>Odi concubitus qvi non utrinqve resolvunt.</l> <p>CCCXVIII. Ja GOtt selbst gebeut ausdrücklich im 3. Buch Mosis cap. 20. v. 13.</p> <p>Wenn jemand bey einem Knaben schläfft/ wie beym Weibe/ die haben einen Greuel gethan/ und sollen beyde des Todes sterben/ ihr Blut sey auf ihnen.</p> <p>Et vers. 15. Wenn jemand beym Vieh lieget/ soll des Todes sterben/ und das Vieh soll man erwürgen.</p> <p>Add. Exod. c. 22. v. 19. c. mulier 15. q. 1.</p> <p>CCCXIX. Die beyde Kayser Constantius und Constans haben gleichfals/ aus Eifer zur Justiz, ihre Rache gegen solch greulich Laster spüren lassen wollen/ wenn sie in L. cum vir nubit 31. C. ad Leg. Jul. de Adult. also befehlen:</p> <p>JUBEMUS INSURGERE LEGES ET ARMARI JURA GLADIO contra hujus modi facinorosos homines, qvi audent NATURAE ORDINEM PERVERTERE.</p> <p>CCCXX. Denn umb des willen schicket GOtt der Allerhöchste einem Lande/ drin solche Greuel getrieben werden/ Krieg/ Hunger/ Peste/ Erdbeben / Uberschwemmung der Wasser und allerhand andere Plagen zu.</p> <p>Cap. Cleric. de Excess. Praelat. cap ut clericorum de vit. & honest. Cleric.</p> <p>Novell. 77. & 141.</p> <p>CCCXXI. Bey den Peruvianern ist die Sodomiterey so verhasset/ daß wenn einer im Zanck den andern einen Sodomiten heisset/ er etliche Tage vor infam gehalten wird/ daß er nur das garstige Wort geredet.</p> <p>Sam. Puffendorf de Leg. Nat. & Gent. lib. 6. c. 1. §. 4. pag. 834.</p> <p>Massen denn die Sodomiten bey ihnen lebendig verbrennet werden sammt aller ihrer Habe/ Häusern/ Gütern und Vieh/ vermöge des Kaysers Gesetz der Ingarum, welches sich gantz nicht umbstossen noch erbitten lässet.</p> <p>Ja es musten vor diesen deswegen offt gantze Familien zu Feuer/ wo man nur den geringsten Argwohn fassen konte/ daß jemand derselben umb solchen Greuel hätte Wissenschafft getragen.</p> <p>Erasm. Fransisci in Neupolirten Geschicht. Kunst- und Sitten-Spiegel/ lib. 2. disc. 8. pag. 398.</p> </div> </body> </text> </TEI> [146/0156]
Menoch lib. 2 A. I. Q. cas. 286. n. 1. & in addit. n. 9. Hinc illud Ovidii Odi concubitus qvi non utrinqve resolvunt. CCCXVIII. Ja GOtt selbst gebeut ausdrücklich im 3. Buch Mosis cap. 20. v. 13.
Wenn jemand bey einem Knaben schläfft/ wie beym Weibe/ die haben einen Greuel gethan/ und sollen beyde des Todes sterben/ ihr Blut sey auf ihnen.
Et vers. 15. Wenn jemand beym Vieh lieget/ soll des Todes sterben/ und das Vieh soll man erwürgen.
Add. Exod. c. 22. v. 19. c. mulier 15. q. 1.
CCCXIX. Die beyde Kayser Constantius und Constans haben gleichfals/ aus Eifer zur Justiz, ihre Rache gegen solch greulich Laster spüren lassen wollen/ wenn sie in L. cum vir nubit 31. C. ad Leg. Jul. de Adult. also befehlen:
JUBEMUS INSURGERE LEGES ET ARMARI JURA GLADIO contra hujus modi facinorosos homines, qvi audent NATURAE ORDINEM PERVERTERE.
CCCXX. Denn umb des willen schicket GOtt der Allerhöchste einem Lande/ drin solche Greuel getrieben werden/ Krieg/ Hunger/ Peste/ Erdbeben / Uberschwemmung der Wasser und allerhand andere Plagen zu.
Cap. Cleric. de Excess. Praelat. cap ut clericorum de vit. & honest. Cleric.
Novell. 77. & 141.
CCCXXI. Bey den Peruvianern ist die Sodomiterey so verhasset/ daß wenn einer im Zanck den andern einen Sodomiten heisset/ er etliche Tage vor infam gehalten wird/ daß er nur das garstige Wort geredet.
Sam. Puffendorf de Leg. Nat. & Gent. lib. 6. c. 1. §. 4. pag. 834.
Massen denn die Sodomiten bey ihnen lebendig verbrennet werden sammt aller ihrer Habe/ Häusern/ Gütern und Vieh/ vermöge des Kaysers Gesetz der Ingarum, welches sich gantz nicht umbstossen noch erbitten lässet.
Ja es musten vor diesen deswegen offt gantze Familien zu Feuer/ wo man nur den geringsten Argwohn fassen konte/ daß jemand derselben umb solchen Greuel hätte Wissenschafft getragen.
Erasm. Fransisci in Neupolirten Geschicht. Kunst- und Sitten-Spiegel/ lib. 2. disc. 8. pag. 398.
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