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Sanders, Daniel: Brief an Otto Volger. Altstrelitz, 5. Juli 1880.

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1646] Eing. 7/VII.1880.
M
Dan.,Sanders

Altstrelitz


Höchst verehrter Herr,


Erst heute komme ich dazu, Ihnen für Ihre trefflichen "Berichte" mei[-]
nen verbindlichen und herzlichen Dank auszusprechen. Ich war in den
Wochen mit Arbeiten und Druckberichtigungen so überladen, daß
ich in der That kaum aufathmen und zu mir selbst kommen konnte. Namentlich
galt es den Abschluß und die Druckberichtigung der Register zur 2. Auflage mei-
ner "Deutschen Sprachbriefe" , deren 1. Aufl. seit Anfang dieses Jahres vergriffen waren. Je
doch in ihrer neuen Gestalt nicht eher als jetzt sich fertig stellen lassen
wollten. Obgleich ich selbst noch keinen vollständigen Abzug zu Gesicht bekommen
habe, so hoffe ich doch alle Tage jetzt die Kunde von dem erfolgten Erscheinen
zu erhalten und ich habe auch dem Verleger, als ich die letzte Druckberich-
tigung absandte, den Auftrag gegeben, Ihnen von der neuen Auflage sofort ein
Exemplar zu gehen zu lassen. Ich bitte, dies in derselben freundlichen Weise wie
die 1. Auflage aufzunehmen und für die Verbreitung und Bekanntwerdung
in weitesten Kreisen Ihre einflussreiche Stimme auch fernerhin zu erheben.
Ihre freundliche Beurtheilung des Werkes in seiner unvollkommen Gestalt
hat mich sehr erfreut und zu aufrichtigem Dank verpflichtet.

Inzwischen ist mir auch in diesen Tagen die Ihnen gewidmete
Schrift des so überaus freundlichen Prof. Hugo von Meltzl über mich zuge-
kommen und es gereicht mir zu einer besonderen Freude, daß so unser
Beider Namen in dem Hefte verbunden sind. Auch die liebenswür-
dige Polemik in dem Nachwort ist gleichmäßig gegen uns Beide
gerichtet. Ich glaube, wir können mit dem Zugeständnis am Schluss
ganz zufrieden sein:
Durchführung der Frakturschrift und Majuskel an ihrem Orte.

1646] Eing. 7/VII.1880.
M
Dan.,Sanders

Altstrelitz


Höchst verehrter Herr,


Erst heute kom̃e ich dazu, Ihnen für Ihre trefflichen „Berichte“ mei[-]
nen verbindlichen und herzlichen Dank auszusprechen. Ich war in den
Wochen mit Arbeiten und Druckberichtigungen so überladen, daß
ich in der That kaum aufathmen und zu mir selbst kom̃en konnte. Namentlich
galt es den Abschluß und die Druckberichtigung der Register zur 2. Auflage mei-
ner „Deutschen Sprachbriefe“ , deren 1. Aufl. seit Anfang dieses Jahres vergriffen waren. Je
doch in ihrer neuen Gestalt nicht eher als jetzt sich fertig stellen lassen
wollten. Obgleich ich selbst noch keinen vollständigen Abzug zu Gesicht bekom̃en
habe, so hoffe ich doch alle Tage jetzt die Kunde von dem erfolgten Erscheinen
zu erhalten und ich habe auch dem Verleger, als ich die letzte Druckberich-
tigung absandte, den Auftrag gegeben, Ihnen von der neuen Auflage sofort ein
Exemplar zu gehen zu lassen. Ich bitte, dies in derselben freundlichen Weise wie
die 1. Auflage aufzunehmen und für die Verbreitung und Bekañtwerdung
in weitesten Kreisen Ihre einflussreiche Stim̃e auch fernerhin zu erheben.
Ihre freundliche Beurtheilung des Werkes in seiner unvollkom̃en Gestalt
hat mich sehr erfreut und zu aufrichtigem Dank verpflichtet.

Inzwischen ist mir auch in diesen Tagen die Ihnen gewidmete
Schrift des so überaus freundlichen Prof. Hugo von Meltzl über mich zuge-
kom̃en und es gereicht mir zu einer besonderen Freude, daß so unser
Beider Namen in dem Hefte verbunden sind. Auch die liebenswür-
dige Polemik in dem Nachwort ist gleichmäßig gegen uns Beide
gerichtet. Ich glaube, wir köñen mit dem Zugeständnis am Schluss
ganz zufrieden sein:
Durchführung der Frakturschrift und Majuskel an ihrem Orte.

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[[1r]/0001] 1646] Eing. 7/VII.1880. M Dan.,Sanders Altstrelitz Hr Dr. Otto Volger, Obmann des „Freien Deutschen Hochstiftes“ in Frankfurt a/M. Höchst verehrter Herr, Erst heute kom̃e ich dazu, Ihnen für Ihre trefflichen „Berichte“ mei- nen verbindlichen und herzlichen Dank auszusprechen. Ich war in den Wochen mit Arbeiten und Druckberichtigungen so überladen, daß ich in der That kaum aufathmen und zu mir selbst kom̃en konnte. Namentlich galt es den Abschluß und die Druckberichtigung der Register zur 2. Auflage mei- ner „Deutschen Sprachbriefe“ , deren 1. Aufl. seit Anfang dieses Jahres vergriffen waren. Je doch in ihrer neuen Gestalt nicht eher als jetzt sich fertig stellen lassen wollten. Obgleich ich selbst noch keinen vollständigen Abzug zu Gesicht bekom̃en habe, so hoffe ich doch alle Tage jetzt die Kunde von dem erfolgten Erscheinen zu erhalten und ich habe auch dem Verleger, als ich die letzte Druckberich- tigung absandte, den Auftrag gegeben, Ihnen von der neuen Aufl. sofort ein Ex. zu gehen zu lassen. Ich bitte, dies in derselben freundlichen Weise wie die 1. Aufl. aufzunehmen und für die Verbreitung und Bekañtwerdung in weitesten Kreisen Ihre einflussreiche Stim̃e auch fernerhin zu erheben. Ihre freundliche Beurtheilung des Werkes in seiner unvollkom̃en Gestalt hat mich sehr erfreut und zu aufrichtigem Dank verpflichtet. Inzwischen ist mir auch in diesen Tagen die Ihnen gewidmete Schrift des so überaus freundlichen Prof. H. v. Meltzl über mich zuge- kom̃en und es gereicht mir zu einer besonderen Freude, daß so unser Beider Namen in dem Hefte verbunden sind. Auch die liebenswür- dige Polemik in dem Nachwort ist gleichmäßig gegen uns Beide gerichtet. Ich glaube, wir köñen mit dem Zugeständnis am Schluss ganz zufrieden sein: Durchführung der Frakturschrift u. Majuskel an ihrem Orte.

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Zitationshilfe: Sanders, Daniel: Brief an Otto Volger. Altstrelitz, 5. Juli 1880, S. [1r]. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/sanders_volger_1880/1>, abgerufen am 13.06.2024.