Fischer, Hermann: Die Werkzeugmaschinen. Bd. 1: Die Metallbearbeitungs-Maschinen. [Textband]. Berlin, 1900.I. Theil. Die spanabnehmenden Werkzeugmaschinen. durch Drehen der zur stehenden Schraube k gehörenden Mutter, und dieVerschiebung des Bockes B längs des Bettes durch Drehen der zur Schraube m gehörigen Mutter unter Vermittlung der langgenutheten stehenden Welle l. Es können diese für Fräsarbeiten bestimmten Schaltbewegungen zu 0,4 mm bis 5 mm für jede Drehung der Bohrstange eingestellt werden. Neben diesen Schaltungsverschiebungen sind durch die Maschine raschere Ver- schiebungen auszuführen, auf die ich nicht näher eingehen will; auch er- wähne ich nur, dass selbstverständlich die nöthigen Einrichtungen zur Ver- schiebung mittels der Hand vorgesehen sind. Die grosse Aufspannplatte A ist mit Diesen Beispielen mögen noch einige Behufs Ausbohrens von Höh- Ist die Länge der Erweiterung und [Abbildung]
Fig. 685. [Abbildung]
Fig. 686. forderliche Dicke des Werkzeugs a. Auch ist für den vorliegenden Zweckdie durch Fig. 686 dargestellte Einrichtung2) zu gebrauchen. In die Bohr- stange, oder die Spindel einer Lochbohrmaschine, ist das Verlängerungs- stück a geschraubt. Man stützt es zwischen der Bohrstange und der auf- geklemmten Schelle e nochmals durch ein Lager. In dem kopfartigen 1) Zeitschr. d. Ver. deutscher Ingen. 1884, S. 958; 1895, S. 984, mit guten Abb. Annales industr., 28. Okt. 1884, S. 541, mit guten Abb. Engineering, April 1897, S. 537, mit Schaubild. The American Engineer, Juni 1895, S. 284, mit Schaubild. Engineering News, Okt. 1896, S. 269, mit Schaubild. American machinist, 6. Mai 1897, S. 335, mit Abb. 2) Zeitschr. d. Ver. deutscher Ingen. 1886, S. 366, mit Abb.
I. Theil. Die spanabnehmenden Werkzeugmaschinen. durch Drehen der zur stehenden Schraube k gehörenden Mutter, und dieVerschiebung des Bockes B längs des Bettes durch Drehen der zur Schraube m gehörigen Mutter unter Vermittlung der langgenutheten stehenden Welle l. Es können diese für Fräsarbeiten bestimmten Schaltbewegungen zu 0,4 mm bis 5 mm für jede Drehung der Bohrstange eingestellt werden. Neben diesen Schaltungsverschiebungen sind durch die Maschine raschere Ver- schiebungen auszuführen, auf die ich nicht näher eingehen will; auch er- wähne ich nur, dass selbstverständlich die nöthigen Einrichtungen zur Ver- schiebung mittels der Hand vorgesehen sind. Die grosse Aufspannplatte A ist mit Diesen Beispielen mögen noch einige Behufs Ausbohrens von Höh- Ist die Länge der Erweiterung und [Abbildung]
Fig. 685. [Abbildung]
Fig. 686. forderliche Dicke des Werkzeugs a. Auch ist für den vorliegenden Zweckdie durch Fig. 686 dargestellte Einrichtung2) zu gebrauchen. In die Bohr- stange, oder die Spindel einer Lochbohrmaschine, ist das Verlängerungs- stück a geschraubt. Man stützt es zwischen der Bohrstange und der auf- geklemmten Schelle e nochmals durch ein Lager. In dem kopfartigen 1) Zeitschr. d. Ver. deutscher Ingen. 1884, S. 958; 1895, S. 984, mit guten Abb. Annales industr., 28. Okt. 1884, S. 541, mit guten Abb. Engineering, April 1897, S. 537, mit Schaubild. The American Engineer, Juni 1895, S. 284, mit Schaubild. Engineering News, Okt. 1896, S. 269, mit Schaubild. American machinist, 6. Mai 1897, S. 335, mit Abb. 2) Zeitschr. d. Ver. deutscher Ingen. 1886, S. 366, mit Abb.
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I. Theil. Die spanabnehmenden Werkzeugmaschinen.
durch Drehen der zur stehenden Schraube k gehörenden Mutter, und die
Verschiebung des Bockes B längs des Bettes durch Drehen der zur Schraube m
gehörigen Mutter unter Vermittlung der langgenutheten stehenden Welle l.
Es können diese für Fräsarbeiten bestimmten Schaltbewegungen zu 0,4 mm
bis 5 mm für jede Drehung der Bohrstange eingestellt werden. Neben
diesen Schaltungsverschiebungen sind durch die Maschine raschere Ver-
schiebungen auszuführen, auf die ich nicht näher eingehen will; auch er-
wähne ich nur, dass selbstverständlich die nöthigen Einrichtungen zur Ver-
schiebung mittels der Hand vorgesehen sind.
Die grosse Aufspannplatte A ist mit
dem Bett der Böcke fest verschraubt; es
können auf ihr Hilfsböcke E befestigt
werden, welche je ein Hilfslager für Ver-
längerungen der Bohrstangen tragen.
Diesen Beispielen mögen noch einige
Quellen, 1) in denen andere Beispiele sich
finden, angefügt werden.
Behufs Ausbohrens von Höh-
lungen, welche an ihrer Mündung minde-
stens eben so weit sind, als die Bohrweite
beträgt, kann man den Stichel vor dem
Eintritt in die Höhlung einstellen; es liegen
für dieses Einstellen also keinerlei Schwie-
rigkeiten vor. Ist die Mündung enger als
die Bohrweite, aber doch gegenüber der
Bohrstangendicke reichlich gross, so kann
man den Stichel innerhalb des Auszubohren-
den auf den verlangten Halbmesser ein-
stellen. Der Bohrkopf b, Fig. 650, Taf. XXX,
ist z. B. mit einer hierzu geeigneten Ver-
stellbarkeit der Stichel ausgerüstet. Bei
engen Mündungen der Löcher ist die Lö-
sung weniger leicht.
Ist die Länge der Erweiterung und
der Abstand derselben von der Mündung
gering, so kann, nach Fig. 685, in der Bohr-
stange b das gekröpfte Werkzeug a ver-
wendet werden, wenn die Mündung des
Werkstücks w so gross ist als der halbe
Unterschied der Weiten, vermehrt um die er-
[Abbildung Fig. 685.]
[Abbildung Fig. 686.]
forderliche Dicke des Werkzeugs a. Auch ist für den vorliegenden Zweck
die durch Fig. 686 dargestellte Einrichtung 2) zu gebrauchen. In die Bohr-
stange, oder die Spindel einer Lochbohrmaschine, ist das Verlängerungs-
stück a geschraubt. Man stützt es zwischen der Bohrstange und der auf-
geklemmten Schelle e nochmals durch ein Lager. In dem kopfartigen
1) Zeitschr. d. Ver. deutscher Ingen. 1884, S. 958; 1895, S. 984, mit guten Abb.
Annales industr., 28. Okt. 1884, S. 541, mit guten Abb. Engineering, April 1897, S. 537,
mit Schaubild. The American Engineer, Juni 1895, S. 284, mit Schaubild. Engineering
News, Okt. 1896, S. 269, mit Schaubild. American machinist, 6. Mai 1897, S. 335, mit Abb.
2) Zeitschr. d. Ver. deutscher Ingen. 1886, S. 366, mit Abb.
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