Gehler, Johann Samuel Traugott: Physikalisches Wörterbuch, oder, Versuch einer Erklärung der vornehmsten Begriffe und Kunstwörter der Naturlehre. Bd. 5. Leipzig, 1799.
Die im Zusatze des Art. Dämpfe (oben S. 213.) mitgetheilte Tabelle des Herrn von Betancourt drückt die absolute Elasticität des Wasserdampfs durch den Wärmegrad desselben aus. Man dürfte also nur ein sehr empfindliches Thermometer so anbringen, daß die Kugel im Innern des Behälters von Dampf umringt wäre, die Röhre aber aus demselben dampfdicht hervorragte, um den Grad der Temperatur wahrzunehmen, und daraus mit Hülfe der Tabelle die Elasticität zu finden. Es würde aber dieses mehr Zuverläßigkeit voraussetzen, als man von den Angaben dieser Tabelle erwarten kan. Gren Neues Journal der Phys. I. B. 2. Heft. S. 173. 188. u. f. Elektricität. Zusätze zu diesem Art. Th. I. S. 719. u. f. Dem ersten bis S. 745. fortgehenden Theile dieses wichtigen Artikels habe ich nur wenige einzelne Bemerkungen beyzufügen. Dieser Theil ist blos dazu bestimmt, die vornehmsten Erscheinungen und Gesetze der Elektricität im Zusammenhange übersehen zu lassen, und was darinn weiterer Ausführung bedarf, ist in eignen Artikeln des Wörterbuchs abgehandelt, daher denn auch die nachzutragenden Zusätze ihre Stellen weit schicklicher bey diesen besondern Artikeln finden. S. 729 werden die Lichtenbergischen Figuren erwähnt. Weil davon beym Worte Elektrophor umständlicher gehandelt wird, so sind die wichtigsten neuern Bemerkungen darüber in einen beym Artikel Elektrophor befindlichen Zusatz gebracht worden. Bey den Erregungsarten der ursprünglichen Elektricität wird S. 730 vermuthet, die Erregung durch Schmelzen lasse sich vielleicht auf Reiben zurückführen. Diese Vermuthung ist jetzt zur völligen Gewißheit gebracht. Die Herren van Marum und Paets van Troostwyck (Experiences sur la cause de l'Electricite des substances fondues et refroidies, im Journ. de phys. Octobr. 1788. p. 148)
Die im Zuſatze des Art. Daͤmpfe (oben S. 213.) mitgetheilte Tabelle des Herrn von Betancourt druͤckt die abſolute Elaſticitaͤt des Waſſerdampfs durch den Waͤrmegrad deſſelben aus. Man duͤrfte alſo nur ein ſehr empfindliches Thermometer ſo anbringen, daß die Kugel im Innern des Behaͤlters von Dampf umringt waͤre, die Roͤhre aber aus demſelben dampfdicht hervorragte, um den Grad der Temperatur wahrzunehmen, und daraus mit Huͤlfe der Tabelle die Elaſticitaͤt zu finden. Es wuͤrde aber dieſes mehr Zuverlaͤßigkeit vorausſetzen, als man von den Angaben dieſer Tabelle erwarten kan. Gren Neues Journal der Phyſ. I. B. 2. Heft. S. 173. 188. u. f. Elektricitaͤt. Zuſaͤtze zu dieſem Art. Th. I. S. 719. u. f. Dem erſten bis S. 745. fortgehenden Theile dieſes wichtigen Artikels habe ich nur wenige einzelne Bemerkungen beyzufuͤgen. Dieſer Theil iſt blos dazu beſtimmt, die vornehmſten Erſcheinungen und Geſetze der Elektricitaͤt im Zuſammenhange uͤberſehen zu laſſen, und was darinn weiterer Ausfuͤhrung bedarf, iſt in eignen Artikeln des Woͤrterbuchs abgehandelt, daher denn auch die nachzutragenden Zuſaͤtze ihre Stellen weit ſchicklicher bey dieſen beſondern Artikeln finden. S. 729 werden die Lichtenbergiſchen Figuren erwaͤhnt. Weil davon beym Worte Elektrophor umſtaͤndlicher gehandelt wird, ſo ſind die wichtigſten neuern Bemerkungen daruͤber in einen beym Artikel Elektrophor befindlichen Zuſatz gebracht worden. Bey den Erregungsarten der urſpruͤnglichen Elektricitaͤt wird S. 730 vermuthet, die Erregung durch Schmelzen laſſe ſich vielleicht auf Reiben zuruͤckfuͤhren. Dieſe Vermuthung iſt jetzt zur voͤlligen Gewißheit gebracht. Die Herren van Marum und Paets van Trooſtwyck (Experiences ſur la cauſe de l'Electricité des ſubſtances fondues et refroidies, im Journ. de phyſ. Octobr. 1788. p. 148) <TEI> <text> <body> <div n="1"> <div n="2"> <div n="3"> <div n="2"> <p><pb facs="#f0259" xml:id="P.5.247" n="247"/><lb/> muͤßte in <hi rendition="#aq">fgc</hi> uͤber 80 Zolle ſteigen, wenn es im Behaͤlter um 1/2 Lin. ſinken ſollte.</p> <p>Die im Zuſatze des Art. <hi rendition="#b">Daͤmpfe</hi> (oben S. 213.) mitgetheilte Tabelle des Herrn <hi rendition="#b">von Betancourt</hi> druͤckt die abſolute Elaſticitaͤt des Waſſerdampfs durch den Waͤrmegrad deſſelben aus. Man duͤrfte alſo nur ein ſehr empfindliches Thermometer ſo anbringen, daß die Kugel im Innern des Behaͤlters von Dampf umringt waͤre, die Roͤhre aber aus demſelben dampfdicht hervorragte, um den Grad der Temperatur wahrzunehmen, und daraus mit Huͤlfe der Tabelle die Elaſticitaͤt zu finden. Es wuͤrde aber dieſes mehr Zuverlaͤßigkeit vorausſetzen, als man von den Angaben dieſer Tabelle erwarten kan.</p> <p><hi rendition="#b">Gren</hi> Neues Journal der Phyſ. <hi rendition="#aq">I.</hi> B. 2. Heft. S. 173. 188. u. f.</p> </div> <div n="2"> <head>Elektricitaͤt.</head><lb/> <p> <hi rendition="#c">Zuſaͤtze zu dieſem Art. Th. <hi rendition="#aq">I.</hi> S. 719. u. f.</hi> </p> <p>Dem erſten bis S. 745. fortgehenden Theile dieſes wichtigen Artikels habe ich nur wenige einzelne Bemerkungen beyzufuͤgen. Dieſer Theil iſt blos dazu beſtimmt, die vornehmſten Erſcheinungen und Geſetze der Elektricitaͤt im Zuſammenhange uͤberſehen zu laſſen, und was darinn weiterer Ausfuͤhrung bedarf, iſt in eignen Artikeln des Woͤrterbuchs abgehandelt, daher denn auch die nachzutragenden Zuſaͤtze ihre Stellen weit ſchicklicher bey dieſen beſondern Artikeln finden.</p> <p>S. 729 werden die Lichtenbergiſchen Figuren erwaͤhnt. Weil davon beym Worte <hi rendition="#b">Elektrophor</hi> umſtaͤndlicher gehandelt wird, ſo ſind die wichtigſten neuern Bemerkungen daruͤber in einen beym Artikel <hi rendition="#b">Elektrophor</hi> befindlichen Zuſatz gebracht worden.</p> <p>Bey den Erregungsarten der urſpruͤnglichen Elektricitaͤt wird S. 730 vermuthet, die Erregung durch <hi rendition="#b">Schmelzen</hi> laſſe ſich vielleicht auf Reiben zuruͤckfuͤhren. Dieſe Vermuthung iſt jetzt zur voͤlligen Gewißheit gebracht. Die Herren <hi rendition="#b">van Marum</hi> und <hi rendition="#b">Paets van Trooſtwyck</hi> <hi rendition="#aq">(Experiences ſur la cauſe de l'Electricité des ſubſtances fondues et refroidies, im Journ. de phyſ. Octobr. 1788. p. 148)</hi><lb/></p> </div> </div> </div> </div> </body> </text> </TEI> [247/0259]
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Die im Zuſatze des Art. Daͤmpfe (oben S. 213.) mitgetheilte Tabelle des Herrn von Betancourt druͤckt die abſolute Elaſticitaͤt des Waſſerdampfs durch den Waͤrmegrad deſſelben aus. Man duͤrfte alſo nur ein ſehr empfindliches Thermometer ſo anbringen, daß die Kugel im Innern des Behaͤlters von Dampf umringt waͤre, die Roͤhre aber aus demſelben dampfdicht hervorragte, um den Grad der Temperatur wahrzunehmen, und daraus mit Huͤlfe der Tabelle die Elaſticitaͤt zu finden. Es wuͤrde aber dieſes mehr Zuverlaͤßigkeit vorausſetzen, als man von den Angaben dieſer Tabelle erwarten kan.
Gren Neues Journal der Phyſ. I. B. 2. Heft. S. 173. 188. u. f.
Elektricitaͤt.
Zuſaͤtze zu dieſem Art. Th. I. S. 719. u. f.
Dem erſten bis S. 745. fortgehenden Theile dieſes wichtigen Artikels habe ich nur wenige einzelne Bemerkungen beyzufuͤgen. Dieſer Theil iſt blos dazu beſtimmt, die vornehmſten Erſcheinungen und Geſetze der Elektricitaͤt im Zuſammenhange uͤberſehen zu laſſen, und was darinn weiterer Ausfuͤhrung bedarf, iſt in eignen Artikeln des Woͤrterbuchs abgehandelt, daher denn auch die nachzutragenden Zuſaͤtze ihre Stellen weit ſchicklicher bey dieſen beſondern Artikeln finden.
S. 729 werden die Lichtenbergiſchen Figuren erwaͤhnt. Weil davon beym Worte Elektrophor umſtaͤndlicher gehandelt wird, ſo ſind die wichtigſten neuern Bemerkungen daruͤber in einen beym Artikel Elektrophor befindlichen Zuſatz gebracht worden.
Bey den Erregungsarten der urſpruͤnglichen Elektricitaͤt wird S. 730 vermuthet, die Erregung durch Schmelzen laſſe ſich vielleicht auf Reiben zuruͤckfuͤhren. Dieſe Vermuthung iſt jetzt zur voͤlligen Gewißheit gebracht. Die Herren van Marum und Paets van Trooſtwyck (Experiences ſur la cauſe de l'Electricité des ſubſtances fondues et refroidies, im Journ. de phyſ. Octobr. 1788. p. 148)
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